TRADERS´ Briefing 596 - 05.02.2021

Index-Check: DAX
DAX schließt auf neuem Allzeithoch

Nachdem der DAX am 08. Januar dieses Jahres bei 14.050 Punkten erstmals in seiner Geschichte oberhalb der 14.000er-Marke geschlossen hatte, erreichte das Barometer gestern mit 14.060 Zählern einen neuen historischen Schlussrekord. Dabei sah es bis zur Eröffnung des regulären amerikanischen Börsenhandels nach einem lustlosen Handel in knapp positivem Terrain aus. Doch in den letzten beiden Handelsstunden gelang dem deutschen Leitindex mit einer Mini-Rallye der nachhaltige Sprung über 14.000 Punkte. Jetzt kommt es darauf an, dass auch das bisherige Verlaufshoch von 14.131 Zählern möglichst rasch überwunden werden kann. Danach wäre der Weg bis zur nächsten runden Tausendermarke bei 15.000 Punkten frei. Sollte der DAX jedoch nochmals konsolidieren, dann wäre der Bereich zwischen 13.800 und 14.000 Punkten eine wichtige charttechnische Unterstützungszone. Bei einem Fall unter diese Barriere würde sich das technische Bild dagegen erheblich eintrüben und weitere Kursverluste nach sich ziehen.
Allerdings signalisiert die Markttechnik derzeit vollumfänglich weiter steigende Kurse. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben erst vorgestern Kaufsignale generiert und mit dem gestrigen Kursanstieg Fahrt nach oben aufgenommen. Die Wahrscheinlichkeit spricht daher für einen Ausbruch des DAX auf der Oberseite.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Aktienbarometer setzen Rekordkurs fort

In Amerika waren die Aktienmärkte gestern erneut in Rekordlaune. Sowohl der Nasdaq 100 als auch der S&P 500 markierten neue Schlussrekorde. Dabei legten die führenden Indizes jeweils um etwa 1,1 Prozent zu. Das viel beachtete Small-Cap-Barometer Russell 2000 sprang mit einem Kursplus von zwei Prozent ebenfalls auf ein neues Allzeithoch. Damit wurden die langfristigen Aufwärtstrends auf breiter Basis bestätigt. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung durch alle Sektoren, wobei Wertpapiere aus dem Finanzsektor durchschnittlich am stärksten zulegten. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der S&P 500 jetzt mitten in dem seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanal. Dabei eröffnet sich bis zur oberen Begrenzung weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 3960 Zählern. Auf der Unterseite verläuft die korrespondierende Aufwärtstrendgerade aktuell bei 3815 Zählern, wobei der Anstieg ca. 30 Punkte pro Woche beträgt.
Vonseiten der Markttechnik ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren bereits seit Ende Mai ununterbrochen im Long-Modus, ohne bislang überhitztes Territorium erreicht zu haben. Und im Zweistunden-Zeitfenster notieren die Indikatoren ebenfalls rundum im Bullenmodus. Eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung ist daher aktuell das wahrscheinlichste Szenario.


Im Fokus: Bayer
Bayer setzt zum Befreiungsschlag an

Mit einem Kurssprung von 5,3 Prozent setzte sich die Aktie von Bayer gestern an die Spitze der HDAX-Gewinnerliste. Dabei eröffnete der Titel bei 54,25 Euro bereits mit einem Aufwärts-Gap von 2,73 Euro oder umgerechnet 5,3 Prozent. Danach pendelte der Kurs bis zum Sitzungsende mehr oder weniger seitwärts und schloss letztendlich mit 54,26 Euro marginal über dem Eröffnungskurs. Zugleich bedeutete das den höchsten Stand seit Ende September des vergangenen Jahres. Damit scheint sich die Aktie zudem dauerhaft oberhalb des markanten Abwärts-Gaps vom 01. Oktober 2020, das eine weithin sichtbare Notierungslücke zwischen 48 und 53 Euro im Chartbild hinterlassen hat, zu etablieren. Hinzu kommt, dass Bayer jetzt nur noch weniger als ein Prozent unterhalb der 200-Tage-Linie notiert, die aktuell bei 54,75 Euro verläuft. Bei einem Break auf der Oberseite würde sich danach unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 70 Euro eröffnen. Darüber wäre der Weg sogar bis zum charttechnisch bedeutenden Widerstand bei 85 Euro frei.
Aus der Perspektive der Markttechnik befindet sich die Aktie erst am Anfang einer Aufwärtsbewegung. Denn der Random-Walk-Index hat soeben erst ein Kaufsignal generiert, während der Z-Score unmittelbar vor der Kaufzone notiert. Dagegen befindet sich der Timing-Indikator bereits seit Jahresanfang im Long-Modus. Die Börsenampel springt für die Aktie daher gerade erst auf Grün um.


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