TRADERS´ Briefing 595 - 04.02.2021

Index-Check: DAX
DAX nimmt Allzeithoch ins Visier

Der DAX begann gestern mit sehr viel Schwung, markierte aber bereits mit dem Eröffnungskurs von 13.987 Punkten das Tageshoch. Danach pendelte der deutsche Leitindex seitwärts, wobei zwischenzeitlich ein Tagestief bei 13.866 Zählern erreicht wurde. Der Schlusskurs von 13.934 Punkten bedeutete im Vergleich zum Vortag einen Kursanstieg von 0,7 Prozent. Damit hat das Barometer seit Wochenbeginn bereits 501 Punkte oder umgerechnet 3,7 Prozent zugelegt. Zwar scheiterte der DAX gestern vorerst an der 14.000-Punkte-Marke. Allerdings spricht die derzeit hohe Aufwärtsdynamik für weiter steigende Kurse. Denn immerhin wurde gestern die seit dem 08. Januar gültige Abwärtstrendgerade mit einem Aufwärts-Gap nach oben durchstossen. Aus charttechnischer Sicht ist damit die Januar-Korrektur beendet. Sollte dem Index der Sprung auf ein neues Allzeithoch gelingen, dann wäre das nächste Kursziel die runde 15.000er-Marke. Auf der Unterseite würde sich dagegen mit einem erneuten Fall unter 13.800 Punkte das technische Bild erneut eintrüben.
Die Markttechnik signalisiert jedoch weiter steigende Kurse. Denn mit der Generierung eines Kaufsignals durch den Timing-Indikator befinden sich seit gestern im Zweistunden-Chart wieder alle Indikatoren im Kaufmodus.


Index-Check: S&P 500
US-Börsenbarometer gönnen sich eine Verschnaufpause

Nach den kräftigen Kursgewinnen seit Wochenbeginn verlief der Handel an den amerikanischen Börsen gestern in deutlich ruhigeren Bahnen. Während die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 jeweils marginal um 0,1 Prozent zulegten, gab das Technologiebarometer Nasdaq 100 um 0,4 Prozent nach. Beim Dow Jones gehörten die Energie-Multis Exxon und Chevron mit Kursaufschlägen von vier Prozent und zwei Prozent zu den Top-Gewinnern. Dagegen verlor Amazon trotz guter Unternehmensergebnisse zwei Prozent an Wert. Im Gegensatz dazu schoss Alphabet, der Mutterkonzern von Google, um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Aus der Perspektive der Charttechnik ist die Lage bei allen Leitindizes weiterhin bullisch.
Der S&P 500 entwickelt sich innerhalb des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen untere Begrenzung verläuft inzwischen bei ca. 3805 Punkten, während auf der Oberseite noch Luft bis ungefähr 3950 Zählern ist. Bei einem erneuten Rücksetzer würde der Index im Bereich des jüngsten Verlaufstiefs bei knapp 3700 Punkten auf eine massive Unterstützungszone treffen.
Vonseiten der Markttechnik überwiegt aktuell die Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich seit gestern wieder alle in der Kaufzone, nachdem hier in der vergangenen Woche teilweise Verkaufssignale generiert worden waren. Und auch im mittelfristigen Zeitfenster stehen die Ampeln bei den Indikatoren auf Tagesbasis unverändert auf Grün.


Im Fokus: Freenet
Lupenreiner Ausbruch nach oben

Die Aktie des Telekommunikationsdienstleisters Freenet war gestern mit einem Kurssprung von 6,5 Prozent hinter Daimler der größte Gewinner im gesamten HDAX-Universum. Dabei durchbrach der Titel die seit Anfang 2018 bestehende Abwärtstrendgerade mit einem Aufwärts-Gap nach oben. Damit könnte jetzt eine mehr als dreijährige Durststrecke überwunden sein. Ausgehend vom markanten Zwischenhoch bei ca. 33 Euro ging die Aktie Ende Januar 2018 in einen Abwärtstrend über, der den Kurs in mehreren Wellen bis auf das zyklische Tief bei 13,60 Euro Ende Juni des vergangenen Jahres nach unten drückte. Damit hatte Freenet in zweieinhalb Jahren fast 60 Prozent an Wert verloren. Im Juli 2020 begann eine Erholung, die am 12. August in einem Aufwärts-Gap von 15 Prozent kulminierte. Hierauf folgte jedoch nochmals eine weitere Abwärtswelle, und erst im November wurde die 200-Tage-Linie im Bereich von 17 Euro erneut überschritten. Mit dem gestrigen Bruch des Abwärtstrends wurde damit zugleich eine fast einjährige Bodenbildung abgeschossen.
Jetzt gilt es, den nächsten Widerstand bei 19 Euro aus dem Weg zu räumen. Danach wäre der Weg bis zum nächsten Widerstand bei 21,50 Euro frei. Die Markttechnik unterstützt dabei weiter steigende Kurse. Denn die Indikatoren auf Tagessbasis befinden sich trotz des starken Aufwärtsimpulses erst in der mittleren Kaufzone und haben damit noch jede Menge Luft nach oben.


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