TRADERS´ Briefing 594 - 03.02.2021

Index-Check: DAX
DAX erobert 13.800-Punkte-Widerstand zurück

Der DAX hat die Korrektur aus der vergangenen Woche mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls von 1,6 Prozent endgültig weggesteckt. Bereits zur Handelseröffnung startete der deutsche Leitindex bei 13.724 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von 102 Zählern bzw. 0,8 Prozent. Danach setzte sich die Aufwärtstendenz mit etwas reduzierter Geschwindigkeit kontinuierlich bis zum Sitzungsende fort. Mit der Überwindung der 13.800er-Marke hat sich der Index zudem bis auf wenige Punkte an die seit dem 08. Januar bestehende kurzfristige Abwärtstrendgerade herangeschoben. Ein Ausbruch über diese Barriere würde weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Allzeithoch, das ebenfalls am 08. Januar bei 14.131 Punkten markiert wurde, freisetzen. Darüber läge das nächste Kursziel bei 15.000 Punkten. Bei einem Abprall nach unten bliebe der kurzfristige Abwärtstrend jedoch intakt. Dabei würde der DAX zunächst am jüngsten Verlaufstief bei 13.000 Zählern auf eine tragfähige Unterstützung treffen. Darunter befindet sich eine weitere bedeutende Auffangzone zwischen 12.900 und 13.000 Punkten.
Vonseiten der Markttechnik stehen die Ampeln mittelfristig unverändert auf Grün, da die Indikatoren auf Tagesbasis nach wie vor in der mittleren Kaufzone notieren. Und auch im Zweistunden-Chart hat sich die Lage bei den Indikatoren wieder sichtbar aufgehellt. Denn der Z-Score befindet sich weiterhin im Long-Modus, während der Random-Walk-Index unmittelbar vor der Generierung eines neuen Kaufsignals steht. Lediglich der Timing-Indikator notiert noch knapp in der Verkaufszone, allerdings mit stark steigender Tendenz. Aktuell überwiegt deshalb de Wahrscheinlichkeit für die Fortsetzung der zum Wochenanfang begonnenen Aufwärtsbewegung.


Index-Check: S&P 500
US-Börsenbarometer starten weiter durch

In Amerika konnten die führenden Leitindizes gestern an die gute Performance vom Wochenbeginn anknüpfen. Der Dow Jones und der Nasdaq 100 legten jeweils etwa 1,6 Prozent zu, während das Kursplus beim S&P 500 mit 1,4 Prozent marginal geringer ausfiel. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung von nahezu allen Sektoren, wobei insbesondere die Bereiche Luftfahrt&Verteidigung sowie Wertpapiere aus dem gesamten Finanzsektor in der Gunst der Anleger standen.
Aus charttechnischer Sicht hat der Blue-Chip-Index S&P 500 den vom November stammenden Aufwärtstrendkanal, der aktuell bei 3804 Punkten auf der Unterseite und bei 3950 Zählern auf der Oberseite begrenzt wird, wieder zurückerobert. Dabei prallte das Barometer im Zweistunden-Chart vorgestern am GD200 nach oben ab und vollzog zusammen mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls eine klassische V-förmige Umkehr. Sollte dem Index der Sprung über das bisherige Allzeithoch bei 3871 Punkten gelingen, dann wäre das nächste Kursziel die obere Grenze des Trendkanals bei 3950 Zählern und darüber die runde 4000er-Marke.
Auch die Markttechnik steht einem weiteren Kursanstieg derzeit nicht im Weg. Denn die Indikatoren in der Zweistunden-Zeitebene haben wieder deutlich nach oben gedreht, wobei zurzeit nur noch der Timing-Indikator hauchdünn im Verkaufsbereich notiert. Auf der Unterseite wird der S&P 500 durch die gestrige Notierungslücke zwischen 3770 und 3790 Punkten solide abgesichert.


Im Fokus: Continental
Aufwärtstrend wie aus dem Lehrbuch

Mit einem Kursplus von 3,5 Prozent gehörte die Aktie des Automobilzulieferers Continental gestern in einem insgesamt bullischen Marktumfeld zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Dabei schloss der Titel bei 120,25 Euro unmittelbar vor der seit Jahresbeginn gültigen kurzfristigen Abwärtstrendgeraden. Bei einem Break nach oben wäre dies eine Bestätigung des intakten langfristigen Aufwärtstrends, der im März im Bereich von 52 Euro eingeleitet wurde. Seitdem prallte die Aktie bereits zwei Mal von dieser Unterstützung nach oben ab. Anfang November wurde dabei gleichzeitig die langfristige Abwärtstrendgerade nach oben durchstoßen. Der zweite Auflagepunkt stammt von Ende Januar und lag bei ungefähr 111 Euro. Bei einem erfolgreichen Ausbruch über die 124er-Marke läge der nächste Widerstand erst wieder im Bereich von ca. 155 Euro. Vom aktuellen Kursniveau aus gesehen entspräche dies einem Gewinnpotenzial von fast 30 Prozent.
Auch die Markttechnik unterstützt aktuell weiter steigende Kurse. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis bereits seit Anfang Oktober ununterbrochen in der Kaufzone. Lediglich durch einen Fall unter die massive Auffangzone zwischen 110 und 112 Euro würde sich das technische Bild wieder erheblich eintrüben.


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