TRADERS´ Briefing 592 - 01.02.2021

Index-Check: DAX
DAX beendet Januar im Minus

Der DAX verlor am vergangenen Freitag 233 Punkte oder ungerechnet 1,7 Prozent an Wert und beendete damit den ersten Monat im Börsenjahr 2021 mit einem Kursrückgang von 2,1 Prozent. Bereits zur Eröffnung fiel der deutsche Leitindex mit einem Kurs von 13.546 Punkten am letzten Handelstag im Januar um 120 Punkte unter den Vortagesschlusskurs. Danach durchlief der Index eine volatile Seitwärtsphase zwischen dem Tagestief von 13.404 Punkten und dem Tageshoch bei 13.593 Zählern. In der letzten Handelsstunde kam nochmals Verkaufsdruck auf, der den DAX in den unteren Bereich der Tageshandelsspanne drückte. Aus charttechnischer Sicht wurde damit ein Kursniveau erreicht, das im zweiten Halbjahr 2020 als erbitterter Widerstand fungierte. Sollte das Barometer nachhaltig unter diese Barriere fallen, dann wäre ein weiterer Kursrückgang bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.683 Punkten verläuft, vorgezeichnet.
Auch die Markttechnik deutet kurzfristig auf weiter fallende Kurse hin. Denn im Zweistunden-Chart haben inzwischen alle drei Indikatoren Verkaufssignale generiert. Hinzu kommt, dass der GD200 in diesem Zeitfenster, der aktuell bei 13.627 Punkten notiert, ebenfalls nach unten gekreuzt wurde. Damit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Verkaufsdruck in den nächsten Tagen anhalten könnte.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt unter Druck

Die führenden amerikanischen Aktienbarometer standen am vergangenen Freitag kräftig unter Druck und gaben jeweils etwa zwei Prozent nach. Für den gesamtem Januar mussten sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 Kursrückgänge von zwei Prozent bzw. ein Prozent verkraften, während der Nasdaq 100 ein mageres Plus von 0,3 Prozent über die Ziellinie retten konnte. Der Blue-Chip-Index S&P 500 schloss mit 3713 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit dem ersten Handelstag 2021 am 04. Januar. Das Tagestief lag mit 3694 Punkten sogar noch deutlich tiefer. Aus charttechnischer Sicht wurde damit der seit Anfang November 2020 gültige Aufwärtstrendkanal nach unten verlassen. Auf der Unterseite würde das Barometer bei einem weiteren Kursverfall im Bereich von 3590 Zählern auf die nächste markante Unterstützung treffen, die sich aus dem Hoch vom September des vergangenen Jahres ableiten lässt. Darunter wäre der Weg sogar bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei etwa 3350 Punkten verläuft, frei.
Aus markttechnischer Sicht befindet sich der S&P 500 aktuell ebenfalls an einem kritischen Punkt. Denn alle drei Indikatoren notieren derzeit nur noch hauchdünn in der Kaufzone. Sofern sich der Index in dieser Woche nicht kräftig erholen kann, sind hier Verkaufssignale vorgezeichnet. Und auch der GD200 notiert in diesem Zeitfenster mit 3710 Punkten unmittelbar unter dem aktuellen Schlusskurs. Der Abwärtsdruck dürfte zum Wochenbeginn daher weiter anhalten.

 


Im Fokus: Qiagen
Aktie bereitet Ausbruch auf der Oberseite vor

Die Aktie des sowohl im MDAX als auch im TecDAX gelisteten niederländischen Unternehmens Qiagen, das derzeit auf eine gute Auftragslage bei der Herstellung von Corona-Tests verweisen kann, war am vergangenen Freitag mit einem Kursanstieg von 2,8 Prozent das zweitstärkste Wertpapier im gesamten HDAX-Universum. Zwar startete die Aktie zunächst in negativem Terrain und markierte in den ersten Handelsminuten bei 42,73 Euro das Tagestief. Danach kannte der Titel jedoch nur noch den Weg nach oben. Mit dem Schlusskurs von 44,67 Euro schob sich Qiagen unmittelbar vor den charttechnisch bedeutenden Widerstand bei 45 Euro. Sollte hier ein Break nach oben gelingen, dann wäre dies das höchste Kursniveau seit Mitte Oktober. Darüber würde lediglich das ebenfalls vom vergangenen Oktober stammende Hoch im Bereich von etwa 47 Euro den weiteren Weg nach oben versperren. Danach wäre der Weg zum Allzeithoch, das vor mehr als 20 Jahren im Juli 2000 bei 63,35 Euro markiert wurde, frei. Auf der Unterseite wird die Aktie im Bereich von 42 Euro charttechnisch solide abgesichert, darunter verläuft bei etwa 41,30 Euro die 200-Tage-Linie.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik sind derzeit die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet. Dabei bieten alle Indikatoren noch ausreichend Luft nach oben. Ein nachhaltiger Ausbruch auf der Oberseite besitzt aktuell daher eine erhöhte Wahrscheinlichkeit.

 


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