TRADERS´ Briefing 589 - 27.01.2021

Index-Check: DAX
DAX mit beeindruckender Erholung

Nach dem kräftigen Rücksetzer vom Wochenbeginn, bei dem die 13.800er-Barriere mühelos und sehr deutlich nach unten durchbrochen wurde, folgte bereits gestern die Erholung auf dem Fuss. Der DAX eröffnete bei 13.687 Punkten mit einem Plus von mehr als 50 Punkten und spurtete anschließend bis zum frühen Nachmittag auf ein Tageshoch von 13.926 Zählern weiter nach oben. Der Schlusskurs wurde bei 13.871 Punkten etwas niedriger festgestellt, was aber dennoch einem Kursgewinn von 227 Punkten bzw. umgerechnet 1,7 Prozent entspricht. Dennoch konnte der deutsche Leitindex damit die wichtige Barriere bei 13.800 Punkten zurückerobern. Sollte dieser frische Schwung auch für einen Sprung über die 14.000er-Marke ausreichen, dann wäre ein neues Allzeithoch so gut wie vorprogrammiert. Danach könnte das Barometer sogar bis in den Bereich von 15.000 Zählern vordringen.
Vonseiten der Markttechnik erhält der DAX die volle Unterstützung. Zum einen beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie bullische zehn Prozent. Langfristige Trendwechsel erfolgen meist erst bei einem Abstand zwischen 15 und 20 Prozent. Zum anderen notieren die Indikatoren in allen Zeitfenstern weiterhin in der Kaufzone. Dabei hat der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart knapp oberhalb des Verkaufsbereich nach oben gedreht. Hierdurch könnte sich jetzt frisches Aufwärtspotenzial Raum verschaffen. Auf der Unterseite besteht unverändert bei 13.800 Punkten eine trendentscheidende Unterstützung, die es unbedingt zu verteidigen gilt.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Aktienbarometer mit Verschnaufpause

Nach den starken Kursschwankungen vom Montag ließen es die amerikanischen Leitbarometer gestern etwas ruhiger angehen. Bei relativ geringen Kursausschlägen traten die Indizes per saldo nahezu auf der Stelle. Tagesverlierer war der S&P 500, der um knapp sechs Punkte oder umgerechnet 0,15 Prozent nachgab. Aus charttechnischer Sicht lag der Schlusskurs mit 3850 Punkten nahezu in der Mitte des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen Grenzen verlaufen bei ungefähr 3920 Punkten auf der Oberseite und 3780 Zählern auf der Unterseite. Damit sind die Kursziele nach oben und nach unten für die nächsten Tage bereits abgesteckt. Nachbörslich meldete übrigens Microsoft rekordverdächtige Unternehmensergebnisse für das vierte Quartal 2020. Damit werden die jüngsten Kurssteigerungen weiterhin fundamental untermauert, was für zusätzlichen Auftrieb sorgen könnte.
Auch das markttechnische Bild präsentiert sich zurzeit rundum bullisch. So notieren die Indikatoren auf Tagesbasis bereits seit Mai in der oberen Kaufzone, wobei aktuell keine Anzeichen einer Umkehr zu erkennen sind. Und im Zweistunden-Chart hat sich die bullische Komponente des Random-Walk-Index in den vergangenen Tagen deutlich abgekühlt. Damit besteht auch aus dieser Perspektive inzwischen wieder deutliches Aufwärtspotenzial.

 


Im Fokus: Evonik
Aktie unmittelbar vor trendentscheidendem Widerstand

Das Spezialchemieunternehmen Evonik gehörte gestern mit einem Kursaufschlag von 3,4 Prozent zu den Top-Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Dabei erzielte das im MDAX gelistete Unternehmen eine deutlich bessere Performance als das Mittelstandsbarometer, das lediglich einen Kursgewinn von einem halben Prozent verbuchen konnte. Zugleich schob sich Evonik mit einem Schlusskurs von 27,29 Euro bis unmittelbar vor die charttechnisch bedeutende Barriere von 27,50 Euro. Von diesem Kursniveau prallte die Aktie seit Anfang 2019 bereits fünf Mal nach unten ab. Dabei stürzte der Titel während der Corona-Krise bis auf ein Allzeittief von 15,13 Euro. Damit hatte sich der Kurs seit dem Börsendebüt im April 2013 mehr als halbiert. Denn die Erstnotiz lag damals bei 33 Euro.
Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatte Evonik mit einem Zwischenhoch bei etwa 25 Euro die 200-Tage-Linie erneut überschritten. Danach pendelte die Aktie bis zum November überwiegend zwischen 22 und 25 Euro und kreuzte damals mehrmals den GD200. Mitte November startete die Aktie durch und klopfte Ende des vergangenen Jahres am Widerstand bei 27,50 Euro an. Sollte dort jetzt der Durchbruch nach oben gelingen, dann wäre der Weg bis zum nächsten charttechnischen Hindernis bei 33 Euro frei. Darüber würde das Allzeithoch, das im August 2015 bei 37,75 Euro markiert wurde, in den Fokus rücken. Aus der Perspektive der Markttechnik stehen die Ampeln ebenfalls auf Grün. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis notieren bereits seit Mitte November in der Kaufzone und haben aktuell noch ausreichend Luft nach oben. Lediglich durch einen Fall unter die Unterstützung bei 25 Euro würde sich das technische Bild erneut eintrüben.

 


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