TRADERS´ Briefing 588 - 26.01.2021

Index-Check: DAX
Deutscher Aktienmarkt unter Druck

Am deutschen Aktienmarkt gab es gestern einen völlig missglückten Wochenstart. Der HDAX, in dem alle Aktien aus DAX, MDAX und TecDAX zusammengefasst sind, verlor 1,5 Prozent an Wert. Größte Verlierer waren dabei die DAX-Titel, die durchschnittlich um 1,7 Prozent nachgaben. Dabei eröffnete der DAX zunächst bei 13.944 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von fast 70 Punkten. Danach kannte das Barometer allerdings nur noch den Weg nach Süden. Im Tagestief fiel der Index bis auf 13.600 Zähler, bevor der Schlusskurs bei 13.644 Zählern festgestellt wurde. Damit schloss der Index zwar auf einer wichtigen Unterstützung, die bereits am 05. Januar dieses Jahres als unterer Wendepunkt fungierte. Allerdings wurde die 13.800er-Marke sehr dynamisch nach unten durchstoßen. Hierdurch wurde das ehemalige Allzeithoch vom Februar des vergangenen Jahres deutlich unterschritten. Der Ausbruch über diese Barriere zum Jahresbeginn könnte sich somit als Bullenfalle erweisen. Lediglich mit einer raschen Rückeroberung des 13.800-Punkte-Widerstands könnte sich der DAX aus dieser prekären Situation befreien. Dagegen droht bei einem Fall unter die 13.600er-Marke ein weiterer Kursrutsch bis zur nächsten markanten Auffanglinie bei 13.300 Punkten.
Auch vonseiten der Markttechnik hat sich das Bild erheblich eingetrübt. Denn der Random-Walk-Index hat im Zweistunden-Chart bereits ein Verkaufssignal generiert. Daneben notieren sowohl der Timing-Indikator als auch der Z-Score im Intraday-Zeitfenster ebenfalls nur noch knapp oberhalb der Verkaufszone, sodass hier jederzeit Short-Signale generiert werden könnten. Eine Fortsetzung der eingeleiteten Konsolidierung besitzt daher eine hohe Wahrscheinlichkeit.


Index-Check: S&P 500
Die Volatilität an den US-Börsen zieht spürbar an

An den amerikanischen Börsen verlief der gestrige Wochenauftakt ziemlich turbulent. Unmittelbar nach Sitzungsbeginn markierte der Nasdaq 100 bei 13.564 ein neues historisches Verlaufshoch, während der Blue-Chip-Index S&P 500 die bisherige historische Bestmarke mit einem Tageshoch von 3859 Zählern nur um zwei Zähler verpasste. Danach sackte das Technologiebarometer um 355 Punkte bzw. 2,6 Prozent bis auf ein Tagestief von 13.209 Punkten ab. Der S&P 500 fiel mit 1,6 Prozent ebenfalls deutlich zurück und markierte bei 3797 Punkten das Tagestief. Ebenso rasant verlief die anschließende Erholung. Dabei schlossen sowohl der Nasdaq 100 bei 13.483 Punkten als auch der S&P 500 mit 3855 Punkten jeweils auf neuen historischen Höchstständen. Aus charttechnischer Sicht wurden damit die bestehenden Aufwärtstrends bestätigt.
Positiv schlägt dabei zu Buche, dass die Indizes den Intraday-Abverkauf relativ rasch wieder aufholen konnten. Dagegen ist eine hohe Tagesvolatilität nach einer längeren Aufwärtsbewegung in aller Regel ein Zeichen für eine bevorstehende Konsolidierung oder sogar Korrektur. Allerdings deutet aus markttechnischer Sicht derzeit noch alles auf eine Fortsetzung der im November eingeleiteten Aufwärtsbewegungen hin. Denn zurzeit befinden sich alle Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis in der Kaufzone. Solange der Nasdaq 100 die Unterstützung bei 13.100 Punkten und der S&P 500 die 3780er-Marke erfolgreich verteidigen können, bleiben die Trendpfeile bei diesen beiden Barometern aufwärts gerichtet.


Im Fokus:Vonovia
Aktie prallt von wichtiger Unterstützung nach oben ab

In einem insgesamt schwachen Börsenumfeld war die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia gestern mit einem Kursanstieg von 1,5 Prozent der stärkste DAX-Titel. Nach einem etwas holprigen Start ging der Titel nach der ersten Handelsstunde in eine Aufwärtsbewegung über, die bis zum Sitzungsende anhielt. Dabei schloss die Aktie bei 55,86 Euro ein knappes Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 55,32 Euro verläuft. Gleichzeitig prallte der Kurs damit an einer wichtigen Unterstützung nach oben ab. Denn im Bereich von 54,50 Euro – das gestrige Tagestief wurde bei 54,70 Euro festgestellt – markierte Vonovia am 19. Februar des vergangenen Jahres das damalige Allzeithoch. Zugleich befinden sich auf diesem Kursniveau zwei markante Tiefpunkte vom Oktober und November 2020. Damit besteht jetzt eine reelle Chance, dass sich die Aktie aus der Umklammerung der Bären befreien kann. Denn seit dem Erreichen des derzeit gültigen Allzeithochs bei 62,74 Euro am 03. September 2020 befindet sich die Aktie in einem relativ flachen Abwärtstrend. Dessen obere Begrenzung verläuft zurzeit bei knapp 60 Euro. Sollte dem Wertpapier ein Break über diese Hürde gelingen, dann könnte bald ein neuer historischer Höchstwert auf dem Kurszettel erscheinen.
Aus der Perspektive der Markttechnik könnte der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrend gelingen. Denn der Z-Score hat hauchdünn über der Nulllinie nach oben gedreht, und der Random-Walk-Index könnte in Kürze aus der neutralen Zone nach oben durchstarten.


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