TRADERS´ Briefing 587 - 25.01.2021

Index-Check: DAX
DAX kurzfristig weiterhin ohne klare Richtung

Der DAX eröffnete am letzten Handelstag der vergangenen Woche bei 13.858 Punkten mit einem Abwärts-Gap von ca. 50 Punkten. Danach fiel der deutsche Leitindex bis zur Mittagszeit auf ein Tagestief von 13.744 Punkten. Von dort konnte sich das Barometer jedoch bis zum Sitzungsende kontinuierlich bis auf einen Schlusskurs von 13.874 Zählern erholen. Trotz dieses Rücksetzers von 0,2 Prozent rettete der DAX ein Wochenplus von 0,6 Prozent über die Ziellinie. Zugleich wahrte der Index mit der erfolgreichen Verteidigung der 13.800-Punkte-Unterstützung seine Chance auf einen nachhaltigen Ausbruch über die 14.000er-Marke. Sollte dabei ebenfalls das bisherige Allzeithoch, das am 08. Januar bei 14.131 Punkten markiert wurde, überwunden werden, dann wäre der Weg bis auf 15.000 Punkte frei. Auf der Unterseite würde sich dagegen mit einem deutlichen Fall unter das ehemalige Allzeithoch vom vergangenen Februar bei 13.795 Punkten die technische Lage wieder eintrüben. In diesem bärischen Szenario müsste anschließend mit einem weiteren Kursrückgang bis zur nächsten Auffanglinie bei ungefähr 13.300 Punkten gerechnet werden.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen derzeit jedoch die Chancen auf der Oberseite. Zum einen befindet sich der DAX mehr als zehn Prozent über der 200-Tage-Linie und zum anderen beträgt der Abstand zum GD200 auf Zweistundenbasis noch etwa 2,5 Prozent. Daneben befinden sich die Indikatoren zurzeit in allen Zeitebenen noch im Long-Modus.


Index-Check: S&P 500
Aufwärtstrends bei US-Aktienbarometern bleiben intakt

In Amerika legten die führenden Börsenindizes am vergangenen Freitag eine kleine Verschnaufpause ein. Lediglich der Small-Cap-Index Russell 2000 markierte mit einem Kursanstieg von 1,3 Prozent bei 2169 Punkten ein neues Allzeithoch. Dagegen gaben der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 zwischen 0,3 Prozent und 0,6 Prozent nach. Auf Wochenbasis ging das Technologiebarometer mit einem Kursgewinn von satten 4,4 Prozent als klarer Gewinner hervor. Dagegen mussten sich die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 mit Kursanstiegen von 0,6 Prozent und 1,9 Prozent begnügen. Ein Blick auf die gängigen Branchenindizes zeigt, dass in der zurückliegenden Woche insbesondere Internetaktien sowie Wertpapiere aus dem Hausbausektor in der Gunst der Anleger standen, während Titel aus dem Energiebereich und dem Bankensektor durchschnittlich mehr als drei Prozent an Wert verloren.
Der S&P 500 folgt weiterhin seinem bereits Anfang November eingeschlagenen Aufwärtspfad. Dabei verlaufen die Grenzen des Aufwärtstrendkanals derzeit im Bereich von 3910 Punkten auf der Oberseite und 3770 Zählern auf der Unterseite. Erst ein Fall unter die untere Begrenzung würde eine Konsolidierung einleiten. Dabei wäre das Abwärtspotenzial zunächst bis auf ungefähr 3580 Punkte begrenzt. Dort befindet sich ein markantes Zwischenhoch vom September 2020. Vonseiten der Markttechnik sind derzeit jedoch noch keine Anzeichen eines größeren Rücksetzers erkennbar. Zwar haben die Indikatoren auf Zweistundenbasis zuletzt etwas deutlicher nachgegeben, befinden sich jedoch alle noch im sicheren Bereich der Kaufzone.

  


Im Fokus: Siemens
Neues Allzeithoch eröffnet weiteres Aufwärtspotenzial

Obwohl der DAX am vergangenen Freitag mit einem Abwärts-Gap zur Eröffnung deutlich schwächer tendierte, sprang die Aktie von Siemens gleich zum Handelsbeginn um vier Prozent nach oben. Der Eröffnungskurs von 128,70 Euro markierte ein neues Allzeithoch, das bis zum Handelsende auf 132,80 Euro ausgebaut werden konnte. Mit einem Tagesgewinn von 7,3 Prozent war Siemens zugleich der Tagesgewinner unter allen 100 HDAX-Aktien. Ausgelöst wurde der Kurssprung durch eine vorgezogene Bekanntgabe der Quartalsergebnisse für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020. Gleichzeitig könnten aufgrund des florierenden China-Geschäfts die Prognosen für das laufende Quartal erhöht werden.
Das charttechnische Bild sieht dabei sehr vielversprechend aus. Nachdem Siemens sowohl im Jahr 2000 als auch 2017 bei knapp 120 Euro markante Zwischenhochs ausbildete, scheint jetzt der nachhaltige Ausbruch über diese Dekadenhochpunkte gelungen zu sein. Damit könnte für die Aktie jetzt eine neue Zeitrechnung beginnen. Auf der Oberseite ist das nächste Kursziel im charttechnischen Neuland die runde Marke bei 150 Euro. Mittelfristig ist dem Titel sogar ein Anstieg bis auf 200 Euro zuzutrauen. Das markttechnische Umfeld ist derzeit ebenfalls bullisch. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis bereits seit Mai im Kaufmodus. Dabei ist bis zur überhitzten Zone noch ausreichend Luft vorhanden. Lediglich durch einen Fall unter die langfristige Ausbruchslinie bei 120 Euro würde sich die technische Situation erneut eintrüben.

 


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