TRADERS´ Briefing 586 - 22.01.2021

Index-Check: DAX
DAX scheitert erneut an 14.000er-Marke

Der DAX profitierte gestern zum Handelsbeginn von den guten Vorgaben der Wallstreet und eröffnete bei 13.998 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von mehr als 70 Zählern. Danach stieg der deutsche Leitindex bis auf das Tageshoch bei 14.026 Punkten. Von dort ging das Barometer für den Rest des Tages in eine Abwärtsbewegung über. In zwei Wellen fiel der DAX bis auf den Schlusskurs von 13.907 Punkten zurück, wobei das Tagestief sogar noch etwas tiefer bei 13.879 Zählern festgestellt wurde. Damit prallte der DAX gestern zwar erneut vom Widerstand bei 14.000 Punkten nach unten ab, konnte jedoch die Unterstützung im Bereich von 13.800 Punkten, die insbesondere durch das ehemalige Allzeithoch bei 13.795 Punkten vom Februar des vergangenen Jahres definiert wird, erfolgreich verteidigen. Damit bleibt die Chance auf einen Ausbruch über das aktuell gültige Allzeithoch bei 14.131 Punkten gewahrt. Darüber könnte der Index sogar bis auf 15.000 Punkte weiter steigen. Auf der Unterseite müsste dagegen bei einem Bruch der 13.800er-Barriere mit einem weiteren Kursrückgang bis in die breite Unterstützungszone zwischen 13.300 und 13.600 Punkten gerechnet werden.
Vonseiten der Markttechnik signalisieren die Indikatoren auf Tagesbasis mittelfristig unverändert weiter steigende Kurse. Im kurzfristigen Intraday-Zeitfenster notieren zwar ebenfalls alle Indikatoren in der Kaufzone. Allerdings ist der Abstand zum bärischen Terrain teilweise sehr gering, sodass hier jederzeit Verkaufssignale generiert werden könnten, die den DAX kurzfristig unter Druck setzen würden.


Index-Check: S&P 500
Technologieaktien mit hoher relativer Stärke

An den US-Börsen war gestern eine uneinheitliche Kursentwicklung zu beobachten. Während die Standardtitel mehrheitlich auf der Stelle traten, setzte der technologieorientierte Nasdaq 100 seine Rekordjagd mit einem Kursanstieg von 0,8 Prozent auf einen neuen historischen Schlussrekord von 13.405 Zählern fort. Stärkste Branche war dabei erneut der Halbleitersektor, der auf Basis des Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange mit einem Kursanstieg von 1,5 Prozent ebenfalls ein neues Allzeithoch erreichte. Dabei war Intel mit einem Kurssprung von 6,5 Prozent sogar der stärkste Titel im Dow Jones. Der Blue-Chip-Index S&P 500 pendelte dagegen in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 3845 und 3861 Punkten. Dies war die bisher geringste Tagesschwankungsbreite seit Jahresanfang. Dennoch baute das Barometer den Schlussrekord marginal um einen Punkt auf 3853 Zähler aus.
Aus charttechnischer Sicht wurde damit der laufende Aufwärtstrend bestätigt. Innerhalb des seit Anfang November des vergangenen Jahres bestehenden Aufwärtstrendkanals befindet sich der S&P 500 im oberen Drittel. Aktuell verläuft die Grenze auf der Oberseite bei ungefähr 3905 Punkten, während der Trendkanal nach unten bei etwa 3760 Punkten begrenzt wird. Aus markttechnischer Sicht überwiegt aktuell nach wie vor die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse, da die Indikatoren in allen Zeitebenen im Kaufmodus notieren, ohne bislang Anzeichen einer Überhitzung aufzuweisen.


Im Fokus: Aurubis
Aktie des Kupferproduzenten bricht nach oben aus

Als weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen mit Schwerpunkt Kupferrecycling ist Aurubis eine hochzyklische Aktie. Parallel zur Rallye bei Kupfer befindet sich das Wertpapier seit dem Erreichen des mehrjährigen Tiefpunktes im März 2020 bei 30 Euro ebenfalls in einem langfristigen Aufwärtstrend. Dabei wurde im zweiten Quartal 2020 die höchste Aufwärtsdynamik erreicht. Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte sich der Kurs verdoppelt. Danach folgte eine Seitwärtsbewegung in einer relativ engen Handelsspanne zwischen 58 und 62 Euro. Anfang Dezember gab es den ersten Ausbruchsversuch auf der Oberseite. Nach einem klassischen Pullback startete der Titel mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls von fast sechs Prozent nach oben durch. Dabei markierte der Schlusskurs von 69,98 Euro den höchsten Stand seit Mitte 2018. Damit eröffnet sich aus charttechnischer Sicht jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zum nächsten bedeutenden Widerstand im Bereich von 78 Euro. Darüber wäre der Weg bis zum Allzeithoch, das am 23. Januar 2018 bei 86,80 Euro erzielt wurde, frei.
Unterstützt wird die Aktie durch die bullische Markttechnik. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis bereits seit Anfang Mai 2020 im Long-Modus. Dabei sind aktuell noch keine Anzeichen einer Überhitzung zu erkennen. Lediglich durch einen erneuten Fall unter die 65-Euro-Marke würde sich das technische positive Bild wieder eintrüben.

 


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