TRADERS´ Briefing 585 - 21.01.2021

Index-Check: DAX
DAX verharrt in Sichtweite zum Allzeithoch

Der DAX startete gestern bei 13.849 Punkten mit einer freundlichen Eröffnung in den neuen Handelstag und schob sich im Tagesverlauf in zwei Aufwärtswellen bis auf einen Schlusskurs von 13.921 Punkten nach oben. Damit verteidigte der deutsche Leitindex zum einen die charttechnisch bedeutende Unterstützung im Bereich von 13.800 Punkten. Zum anderen durchbrach das Barometer die seit dem 08. Januar gültige kurzfristige Abwärtstrendgerade nach oben – wenn auch nur ganz knapp. Damit besteht jetzt aus charttechnischer Sicht eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Angriff auf die 14.000er-Marke. Sollte diese nachhaltig nach oben durchstossen werden, dann könnte der DAX in den nächsten Tagen bis zur runden Kursmarke bei 15.000 Punkten klettern.
Vonseiten der Markttechnik wird dieses bullische Szenario rundum unterstützt. Denn auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren bereits seit Anfang November in der Kaufzone. Dabei wurde inzwischen zwar bereits ein sehr hohes Niveau erreicht. Allerdings liegt aktuell noch keine überhitzte Situation vor. Der Abstand zur 200-Tage-Linie in Höhe von etwa elf Prozent eröffnet ebenfalls noch ausreichend Spielraum auf der Oberseite. Im Zweistunden-Chart haben sowohl der Timing-Indikator als auch die bullische Komponente des Random-Walk-Index unmittelbar vor der Verkaufszone wieder nach oben gedreht. Damit ist auch von dieser Seite weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden.


Index-Check: S&P 500
Rekordjagd in Amerika setzt sich auf breiter Front fort

Am Tag der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden waren die US-Aktienmärkte gestern in Feierlaune. Alle führenden Aktienbarometer schlossen auf neuen historischen Höchstständen. Dabei legten der Dow Jones um 0,8 Prozent, der S&P 500 um 1,4 Prozent und der Nasdaq 100 um 2,3 Prozent zu. Beim Small-Cap-Barometer Russell 2000 reichte ein Kursanstieg von 0,4 Prozent aus, um ein neues Allzeithoch zu erklimmen. Die Rallye zog sich durch nahezu alle Branchen, wobei Aktien mit starkem Bezug zum Internet sowie Wertpapiere aus der Hausbaubranche die größten durchschnittlichen Kursgewinne verbuchten.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 nimmt mit einem Schlusskurs von 3852 Punkten die obere Grenze des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals bei aktuell 3900 Zählern ins Visier. Auf der Unterseite verläuft die korrespondierende Aufwärtstrendgerade derzeit bei etwa 3750 Punkten. Sollte sich der Index in den nächsten Wochen an diesen Grenzen orientieren, dann könnte Mitte Februar ein Kursniveau von 4000 Punkten erreicht werden.
Die markttechnische Situation spricht ebenfalls für weiter steigende Kurse. Denn durch die Konsolidierung in der vergangenen Woche haben sich die Indikatoren im Zweistunden-Chart sichtbar abgekühlt und drehten gestern in der unteren Kaufzone wieder nach oben. Damit stehen die Börsenampeln für amerikanische Blue Chips weiterhin auf Grün.


Im Fokus: Volkswagen
Autoaktie vor nächsten größeren Aufwärtsschub

Auf Basis des STOXX-Europe-600-Automobil-Index legten die Aktien europäischer Automobilhersteller gestern im Durchschnitt um 2,8 Prozent zu. Dabei brach der Branchenindex auf Schlusskursbasis aus einer Konsolidierungsformation nach oben aus und schloss auf dem höchsten Kursniveau seit November 2019. Die Aktie von Volkswagen entwickelte sich mit einem Kursanstieg von 3,2 Prozent sogar etwas besser als der Durchschnitt der anderen Autotitel. Dabei beendete das Wertpapier den Handel mit einem Schlusskurs von 157,62 Euro auf dem höchsten Stand seit Ende Februar des vergangenen Jahres. Sollte die Aktie in den nächsten Tagen ebenfalls die Notierungslücke zwischen 160 und 166 Euro vom 24. Februar 2020 überwinden, dann wäre der Weg zum markanten Zwischenhoch vom Januar 2020 im Bereich von 187 Euro frei. Darüber würde Volkswagen in Kursbereiche vordringen, die letztmals in der ersten Jahreshälfte 2015 auf dem Kurszettel standen. Das bisherige Allzeithoch wurde übrigens am 17. März 2015 bei 262,45 Euro markiert.
Unterstützung erhält die Aktie derzeit ebenfalls durch die Markttechnik. Denn auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren noch im unteren Bereich der Kaufzone, sodass nach oben noch ausreichend Luft vorhanden ist. Dabei wird der Kurs auf der Unterseite zunächst durch eine charttechnische Barriere bei 140 Euro und darunter durch die 200-Tage-Liunie, die aktuell bei ca. 138,50 Euro verläuft, abgesichert.

 


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