TRADERS´ Briefing 580 - 14.01.2021

Index-Check: DAX
DAX in der Warteschleife

Nach der Seitwärtsbewegung seit Wochenbeginn war beim Dax auch gestern keine klare Tendenz erkennbar. Zur Halbzeit lotete der deutsche Leitindex bei 13.869 Punkten das Tagestief aus. Danach setzte eine Erholung ein, die den Index bis auf den Schlusskurs von 13.940 Zählern anhob. Damit hat sich knapp unterhalb des Allzeithochs, das am vergangenen Freitag im Tagesverlauf bei 14.131 Punkten markiert wurde, eine kurzfristige Seitwärtszone zwischen 13.850 Punkten und 14.000 Punkten etabliert. Sollte dem Barometer in den nächsten Tagen ein Break über die 14.000er-Marke gelingen, dann wäre der weitere Weg in Richtung 15.000 Punkte vorprogrammiert. Dieses Kursziel lässt sich nach den Regeln der Charttechnik durch die Aufwärtsbewegung seit Anfang November und der anschließenden Konsolidierung bis Ende Dezember ableiten. Dagegen wird der Dax nach unten durch die Unterstützung im Bereich des ehemaligen Allzeithochs bei 13.795 Punkten und darunter durch eine weitere Auffangzone zwischen 13.300 und 13.500 Zählern abgesichert. Das markttechnische Bild spricht dagegen für mittelfristig weiter steigende Kurse. Denn auf Tagesbasis befinden sich weiterhin alle Indikatoren in der Kaufzone. Und im Zweistunden-Chart hat sich die noch vor Weihnachten stark überhitzte Situation beim Random-Walk-Index inzwischen vollständig abgebaut. Ein Ausbruch auf der Oberseite besitzt deshalb zurzeit eine höhere Wahrscheinlichkeit als ein bärisches Szenario.


Index-Check: S&P 500
Halbleitersektor mit hoher relativer Stärke

An den amerikanischen Börsen war gestern bei den führenden Aktienbarometern bei relativ geringen Kursschwankungen kein einheitliches Bild zu erkennen. Während der Dow Jones auf der Stelle trat, legten der S&P 500 um 0,2 Prozent und der Nasdaq 100 um 0,6 Prozent zu. Alle drei Barometer befinden sich dabei nach wie vor in Greifweite zu ihren jüngst erreichten historischen Höchstständen. Auffallend dabei ist die relative Stärke des Halbleitersektors. Dabei eilt der führende Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange bereits seit einem halben Jahr von einem Allzeithoch zum nächsten und hat sich inzwischen unmittelbar vor die 3000er-Marke geschoben. Im Zuge der Coronakrise war dieser viel beachtete Branchenindex im vergangenen März noch unter die Marke von 1300 Punkten abgerutscht. Gestern war übrigens der Chiphersteller Intel mit einem Kurssprung von fast sieben Prozent der stärkste Dow-Titel. Der Blue-Chip-Index S&P 500 bewegt sich derweil unverändert innerhalb des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals stetig nach oben. Aktuell befinden sich die Grenzen des Trendkanals bei 3880 Zählern auf der Oberseite und 3730 Punkten auf der Unterseite. Darunter befinden sich im Bereich von 3650 Punkten und bei ungefähr 3590 Punkten zwei weitere starke charttechnische Unterstützungen. Aus markttechnischer Sicht ist ebenfalls alles im grünen Bereich, da sich zurzeit alle Indikatoren im oberen Bereich der Kaufzone bewegen. Einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung steht daher aktuell nichts im Weg.


Bayer
Ende der Bodenbildung in Sicht

Mit einem Kursanstieg von 4,5 Prozent war die Aktie des Chemie- und Pharmariesen Bayer gestern der Top-Gewinner im gesamten HDax-Universum, das alle Titel aus Dax, MDax und TecDax umfasst. Der Schlusskurs von 52,60 Euro bedeutete dabei den höchsten Stand seit dem 01. Oktober 2020. Damals fiel die Aktie über Nacht von 53,30 Euro auf 47,90 Euro um mehr als zehn Prozent in den Keller. Hierdurch entstand ein Abwärts-Gap, das den Fall auf das zyklische Tief bei 39,91 Euro – den niedrigsten Kurs seit September 2011 – einleitete. Von dort setzte Bayer zu einer Aufwärtsbewegung an, die bis heute anhält. Sollte dem Wertpapier demnächst auch noch der Sprung über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei etwa 55 Euro verläuft, gelingen, dann könnte dies das Ende der seit Anfang 2015 anhaltenden Baisse bedeuten. Das Aufwärtspotenzial wäre beachtlich. Denn Bayer stürzte innerhalb von fünfeinhalb Jahren vom Allzeithoch bei etwa 146 Euro in der Spitze um 67 Prozent ab. Aus charttechnischer Sicht läge nach einem langfristigen Aufwärtstrendwechsel das nächste Kursziel im Bereich von etwa 70 Euro. Dabei würde die Aktie kräftige Unterstützung vonseiten der Markttechnik erhalten, da sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score unmittelbar vor der Generierung von Kaufsignalen stehen. Damit könnte bei Bayer soeben erst eine neue langfristige Aufwärtsbewegung begonnen haben. Lediglich ein nachhaltiger Fall unter die runde 50-Euro-Marke würde das skizzierte bullische Szenario wieder zunichte machen.


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