TRADERS´ Briefing 578 - 12.01.2021

Index-Check: DAX
DAX legt Verschnaufpause ein

Der DAX setzte gestern die bereits im Tagesverlauf am vergangenen Freitag eingeschlagene Abwärtstendenz fort und eröffnete den Handel bei 13.986 Punkten mit einem Abwärts-Gap von mehr als 60 Zählern. Danach setzte sich der Kursrückgang fort, und der deutsche Leitindex erreichte am Nachmittag ein Tagestief bei 13.807 Punkten. Bis zum Sitzungsende konnte sich das Barometer jedoch wieder bis auf einen Schlusskurs von 13.937 Punkten erholen, was aber dennoch einem Rückgang von 0,8 Prozent entsprach.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der im November begonnene Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzung aktuell bei ungefähr 13.580 Zählern verläuft und mit knapp 50 Punkten pro Tag steigt, intakt. In der Intraday-Zeitebene hat sich inzwischen jedoch eine kurzfristige Abwärtstrendgerade herauskristallisiert. Diese verläuft derzeit bei 14.000 Punkten. Sollte dem DAX die Rückeroberung dieser runden Kursmarke möglichst rasch gelingen, dann würde sich weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 15.000 Punkte eröffnen. Auf der Unterseite erscheint der Index dagegen zwischen 13.500 und 13.600 Punkte solide abgesichert zu sein.
Das markttechnische Bild unterstützt derzeit ebenfalls weiter steigende Kurse. Zwar befindet sich der Random-Walk-Index auf Tagesbasis unmittelbar vor der überkauften Zone. Allerdings notieren die Indikatoren im Zweistunden-Chart unverändert in der mittleren Kaufzone, womit die Trendpfeile kurzfristig aufwärts gerichtet bleiben.


Index-Check: S&P 500
Am amerikanischen Aktienmarkt fehlen die frischen Impulse
Nach einem etwas schwächeren Start konnten sich die Standardtitel am amerikanischen Aktienmarkt gestern auf einem leicht niedrigeren Kursniveau stabilisieren, während der Technologiesektor eine relative Schwäche an den Tag legte. Im Ergebnis gaben der Dow Jones und der S&P 500 um 0,3 Prozent und 0,7 Prozent nach. Dagegen verlor der Nasdaq 100 mit 1,5 Prozent etwas stärker an Wert. Insbesondere die in Amerika gelisteten chinesischen High-Tech-Titel erlitten auf Basis der gängigen Sektorindizes mit durchschnittlich mehr als drei Prozent stärkere Kursrückgänge.
Dennoch bleibt das charttechnische Bild bei allen führenden US-Barometern unverändert bullisch. Dabei verläuft die Kursentwicklung beim Blue-Chip-Barometer S&P 500 nach wie vor in dem seit Anfang November existierenden Aufwärtstrendkanal. Auf der Oberseite eröffnet sich dabei weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 3850 Zählern. Dagegen wird der Index auf der Unterseite durch die Aufwärtstrendgerade im Bereich von 3720 Punkten abgesichert.
Vonseiten der Markttechnik besteht jedoch weiterhin Konsolidierungsbedarf. Denn sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis notiert der Random-Walk-Index, der die Intensität eines Trends angibt, im überreizten Bereich. Eine zumindest kleinere Korrektur in einer Größenordnung zwischen drei und fünf Prozent wäre deshalb eine völlig normale und auch eine gesunde Reaktion auf die seit November aufgelaufenen Kursgewinne von deutlich mehr als zehn Prozent.

 


Im Fokus: Sartorius
Neuer Aufwärtsschub bahnt sich an

Die Aktie des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius gehörte gestern mit einem kleinen Kursgewinn von 0,3 Prozent zu den wenigen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Dennoch kündigt sich mit dem Schlusskurs von 356 Euro ein neuer Aufwärtsschub an. Damit könnte die Aktie den seit 2009 anhaltenden primären Aufwärtstrend, in dessen Verlauf der Kurs um mehr als 20.000 (!) Prozent gestiegen ist, fortsetzen. Nachdem der Titel am 09. November bei 416,80 Euro einen neuen historischen Rekordstand markiert hatte, fiel die Aktie innerhalb eines mustergültigen Korrekturtrends bis in den Bereich der Unterstützung bei 335 Euro zurück. Seit dem Tiefpunkt Ende Dezember konnte sich Sartorius bereits wieder um ca. sechs Prozent erholen. Dabei wurde gestern die seit November gültige Abwärtstrendgerade nach oben durchstossen. Damit wurde der Weg bis zum nächsten Widerstand bei ungefähr 385 Euro freigeschaufelt. Sollte auch dort ein Break auf der Oberseite gelingen, dann würde erneut das Allzeithoch in den Fokus rücken.
Die einzigen Wermutstropfen sind derzeit noch die leicht bärischen Indikatoren. Dies eröffnet auf der anderen Seite jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, bei einem Aufwärtstrend von Beginn an mit dabei zu sein. Auf der Unterseite wird Sartorius zudem durch die 200-Tage-Linie bei 326 Euro solide abgesichert, wodurch sich bei dieser langfristig trendstarken Aktie ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis eröffnet.

 


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