TRADERS´ Briefing 577 - 11.01.2021

Index-Check: DAX
DAX stürmt auf neues Allzeithoch

Mit einem Bilderbuchstart begann für den DAX das neue Börsenjahr 2021. In den ersten fünf Handelstagen legte der deutsche Leitindex um 330 Punkte oder umgerechnet 2,4 Prozent zu. Dabei übersprang der Index am Freitag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 14.000 Punkten. Dementsprechend bedeutete der Schlusskurs von 14.050 Zählern ein neues Allzeithoch. Zugleich wurde damit der Widerstand bei 13.795 Punkten durchbrochen, der sich aus dem ehemaligen Allzeithoch vom Februar 2020 ableitet. Aus charttechnischer Sicht besteht jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 15.300 Punkte. Dieses Kursziel lässt sich nach den Regeln der Charttechnik aus dem fulminanten Kursanstieg im November 2020 in Höhe von ca. 1800 Punkten und der anschließenden Konsolidierung ableiten. Auf der Unterseite wird der Kurs dabei aktuell zwischen 13.600 und 13.800 Punkten durch eine breite Unterstützungszone abgesichert.
Auch aus dem Blickwinkel der Markttechnik sieht das Bild derzeit sehr bullisch aus. Denn zurzeit befinden sich 80 Prozent der Indextitel oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linie. Bezogen auf den 50-Tage-Durchschnitt erreicht die Marktbreite sogar einen Wert von 90 Prozent. Daneben signalisieren auch die Indikatoren eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Denn sowohl im Tages- als auch im Intraday-Bereich befinden sich alle Indikatoren in der Kaufzone, wobei aktuell noch keine überkauften Zustände erreicht wurden.

 


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsenbarometer setzen Rekordjagd im neuen Jahr fort

Die drei führenden US-Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 beendeten das Jahr 2020 jeweils auf historischen Rekordständen. Dabei erzielte das Technologiebarometer einen Jahresgewinn von 45 Prozent, während die Kursgewinne bei den beiden Blue-Chip-Indizes mit sechs Prozent und 15 Prozent deutlich geringer ausfielen.
Der Jahresstart verlief am ersten Handelstag unter sehr hohen Kursschwankungen. In den darauffolgenden vier Handelstagen verbuchte der S&P 500 jedoch täglich Kursgewinne und schloss am Freitag bei 3825 Punkten auf einem neuen Allzeithoch. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung in der vergangenen Woche vor allem durch Energietitel und Bankaktien, die auf Basis der einschlägigen Branchenindizes um mehr als neun Prozent und um acht Prozent zulegten. Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der S&P 500 seit Anfang November innerhalb eines moderat ansteigenden Aufwärtstrendkanals kontinuierlich nach oben. Dabei verlaufen die Grenzen derzeit bei 3710 Punkten auf der Unterseite und 3860 Zählern auf der Oberseite. Die Anstiegsgeschwindigkeit des Trendkanals beträgt ungefähr 30 Punkte pro Woche. Sollte sich die Kursentwicklung des Barometers auch weiterhin an diesem Trendkanal orientieren, dann könnte der S&P 500 Mitte Februar die runde 4000er-Marke erreichen.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren zwar in allen Zeitebenen seit Anfang November ununterbrochen in der Kaufzone. Allerdings notiert der Random-Walk-Index in beiden Zeitfenstern knapp unterhalb der überhitzten Zone. Das weitere Aufwärtspotenzial dürfte durch diese Konstellation kurzfristig daher begrenzt sein.

 


Im Fokus: RWE
Aktie klettert auf höchsten Stand seit 2011

Die Versorgeraktie RWE erwischte einen fulminanten Start in das neue Jahr. Seit dem Jahresultimo 2020 legte der Titel bereits um 11,80 Prozent zu und beendete den Handel am vergangenen Freitag bei 38,65 Euro auf dem höchsten Kursniveau seit Mitte 2011. Zugleich brach die Aktie damit über den wichtigen Widerstand im Bereich von 35 Euro nach oben aus. Auf diesem Kursniveau waren seit Februar des vergangenen Jahres mehrere temporäre Hochpunkte zu beobachten. Knapp darüber befindet sich noch eine charttechnisch bedeutende Barriere aus dem Jahr 2012. Damit generierte RWE in der ersten Woche des neuen Jahres ein massives charttechnisches Kaufsignal. Der nächste Widerstand auf der Oberseite befindet sich jetzt erst wieder bei ungefähr 50 Euro. Dort markierte die Aktie zwischen 1998 und 2001 mehrere markante Hochpunkte. Daneben befinden sich auf diesem Kursniveau mehrere temporäre Tiefpunkte aus den Jahren 2008 und 2011. Auf der Unterseite dürfte RWE dagegen im Bereich der Ausbruchsniveaus bei 35 Euro solide abgesichert sein
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik werden ebenfalls weiter steigende Kurse signalisiert. Denn auf Tagesbasis notieren alle Indikatoren bereits seit Mai des vergangenen Jahres in der Kaufzone. Dabei ist bislang lediglich der Z-Score in überhitztes Terrain vorgedrungen. Kurzfristig könnte die Aktie deshalb konsolidieren, bevor sich die mittelfristig bullische Tendenz erneut durchsetzen dürfte.

 

Das Team von TRADERS’ Briefing wünscht allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Börsenjahr 2021!


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