TRADERS´ Briefing 573 - 18.12.2020

Index-Check: DAX
Dax bestätigt Ausbruch mit weiterem Kursanstieg

Nachdem der Dax vorgestern nachhaltig über die charttechnisch bedeutende Barriere bei 13.300 Punkte nach oben ausgebrochen war, bestätigte der deutsche Leitindex diesen Ausbruch gestern mit einem weiteren Kursanstieg. Dabei lag der Eröffnungskurs mit 13.691 Punkten bereits 125 Zähler oder umgerechnet 0,9 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch. Danach tendierte das Barometer bis zum Sitzungsende jedoch nur noch seitwärts, wobei der Schlusskurs bei 13.667 Punkten festgestellt wurde. Das entsprach einem Plus von 0,8 Prozent. Allerdings kam der Dax im Tagesverlauf mit einem Hoch von 13.726 Punkten bis auf 70 Punkte bzw. einem halben Prozent an das Allzeithoch von 13.795 Punkten heran. Jetzt kommt es darauf an, ob dem Dax in den nächsten Tagen der Sprung auf eine neue historische Bestmarke gelingt. Darüber würde anschließend die runde 14.000er-Marke in den Fokus rücken.
Vonseiten der Markttechnik haben die Indikatoren auf Tagesbasis noch einigen Spielraum auf der Oberseite zu bieten. Lediglich der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart befindet sich zurzeit in der extrem überhitzten Zone und könnte auf eine bevorstehende Konsolidierung hindeuten. Solange jedoch die Ausbruchszone zwischen 13.300 und 13.460 Punkten erfolgreich verteidigt werden kann, gibt es am Aufwärtstrend des Dax derzeit nichts zu rütteln.


Index-Check: S&P 500
Die Rekordjagd geht weiter

Die amerikanischen Börsen sind derzeit nicht zu stoppen. Alle drei führenden Indizes – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 – erzielten gestern neue historische Rekordstände, wobei die Kursaufschläge jeweils etwa ein halbes Prozent betrugen. Dabei wurde die Aufwärtsbewegung von einer breiten Basis getragen. Lediglich Wertpapiere aus den Sektoren Energie und Banken mussten auf Basis der gängigen Branchenindizes kleinere Verluste verkraften. Tagesgewinner war der Hausbausektor. Hier legte der entsprechende Sektorindex um 2,5 Prozent zu.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 schloss mit einem neuen Allzeithoch von 3723 Punkten nahezu in der Mitte des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen Begrenzungen liegen bei ungefähr 3810 Punkten auf der Oberseite und 3670 Zählern auf der Unterseite. Sollte sich der S&P 500 in den verbleibenden neun Handelstagen des laufenden Kalenderjahres weiterhin an diesen vorgegebenen Aufwärtspfad halten, dann könnte der Index das Jahr im Bereich von knapp 3900 Punkten beenden. Nachdem das Barometer das vergangene Jahr bei 3230 Punkten beendet hatte, entspräche das einem Kursgewinn von ca. 670 Punkten bzw. etwas mehr als 20 Prozent.
Aus der Perspektive der Markttechnik steht weiter steigenden Kursen derzeit nichts im Weg. Zwar befinden sich die Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis teilweise bereits kurz vor der überkauften Zone, allerdings ist nach oben noch etwas Luft vorhanden. Nach unten ist der Markt dagegen im Bereich von 3640 Punkten durch eine massive charttechnische Unterstützung solide abgesichert.


Im Fokus: Linde
Dax-Schwergewicht mit aussichtsreicher charttechnischer Ausgangslage

Der Dax-Konzern Linde zählt zu den Perlen der deutschen Industrie. Mit 115 Milliarden Euro besitzt das Unternehmen hinter SAP die zweithöchste Marktkapitalisierung unter den Dax-Titeln. Seit der Fusion 2018 mit dem amerikanischen Konkurrenten Praxair – das vor mehr als 100 Jahre ebenfalls von Carl von Linde gegründet wurde – ist das Unternehmen Weltmarkführer im Bereich Industriegase. Daneben baut Linde zunehmend den Bereich rund um die Wasserstofftechnik aus und gehört bereits jetzt zu den weltweit größten Wasserstoffproduzenten.
Gestern legte die Aktie um 1,3 Prozent zu und war damit einer der stärksten Dax-Titel. Mit dem Schlusskurs von 209 Euro läuft der Kurs aus charttechnischer Sicht immer weiter in die Spitze eines gleichseitigen Dreiecks hinein. Ein Ausbruch aus dieser Formation ist für die nächsten Tagen nahezu vorprogrammiert. Sollte der Break erwartungsgemäß auf der Oberseite erfolgen, dann wäre das nächste Kursziel das bisherige Allzeithoch bei 226,40 Euro, das am 09. November dieses Jahres markiert wurde. Dagegen könnte ein Fall unter die Aufwärtstrendgerade, die zurzeit bei etwa 205 Euro verläuft, weiteres Abwärtspotenzial bis zur 200-Tage-Linie im Bereich von 192 Euro auslösen.
Das markttechnische Bild sendet indes unverändert bullische Signale. Denn die Indikatoren auf Tagesebene befinden sich derzeit noch in der unteren Kaufzone, sodass nach oben noch reichlich Potenzial vorhanden ist.


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