TRADERS´ Briefing 572 - 17.12.2020

Index-Check: DAX
Endlich geschafft – DAX bricht nach oben aus

Der DAX befand sich gestern vom Start weg in Hausse-Laune. Der Eröffnungskurs lag mit 13.416 Punkten um 53 Zähler oder 0,4 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Noch am Vormittag markierte der deutsche Leitindex bei 13.597 Punkten das Tageshoch. Damit war der nachhaltige Ausbruch über die 13.300er-Marke vollzogen, und auch der Widerstand bei 13.460 Punkten wurde klar überboten. Bis zum Sitzungsende pendelte sich der DAX bei geringen Kursausschlägen unterhalb von 13.600 Punkten aus und beendete den Handel bei 13.566 Punkten.
Damit hat der Index nach monatelangem Kampf die wichtige 13.300er-Barriere geknackt. Dieser Ausbruch erhält eine zusätzliche Bedeutung durch die Tatsache, dass damit gleichzeitig das markante Abwärts-Gap vom 24. Februar, das zu einer Notierungslücke zwischen 13.230 und 13.580 Punkten führte, geschlossen wurde. Damit ist der Weg bis zum Allzeithoch vom 17. Februar bei 13.795 Punkten frei. Nach den Regeln der Charttechnik lässt sich auf Basis der Aufwärtsbewegung seit Anfang November in Verbindung mit der anschießenden Konsolidierungsformation sogar ein Kursziel von knapp 15.000 Punkten ableiten.
Auch die Indikatoren signalisieren sowohl kurz- und mittelfristig weiter steigende Kurse, da zurzeit in allen Zeitebenen Kaufsignale vorliegen. Hinzu kommt eine saisonal bullische Phase, die normalerweise bis Mitte Januar anhalten kann. Einem weiteren Kursanstieg des DAX steht somit zurzeit nichts im Weg, solange das Ausbruchsniveau bei 13.300 Punkten nicht signifikant unterschritten wird.


Index-Check: S&P 500
Weitere Rekorde an der Wall Street

Hoffnungen auf die rasche Verabschiedung eines Stimulierungspakets in einer Größenordnung von 900 Milliarden Dollar sowie eine Fortsetzung der expansiven Fed-Politik beflügelten gestern insbesondere die Aktienkurse der amerikanischen Technologiewerte. Dabei legte das führende Technologiebarometer Nasdaq 100 um 0,6 Prozent zu und markierte bei 12.668 Punkten einen neuen historischen Schlussrekord. Dagegen traten die Standardtitel im Durchschnitt auf der Stelle. Während der Dow Jones einen minimalen Kursrückgang von 0,2 Prozent verkraften musste, rettete der S&P 500 immerhin ein kleines Plus von 0,2 Prozent über die Ziellinie. Im Tagesverlauf erreichte der Index mit einem Hoch bei 3711 Punkten nahezu das bisherige historische Verlaufshoch aus der vergangenen Woche, das lediglich um einen Punkt höher lag.
Aus dem Blickwinkel der Charttechnik bewegt sich der Index damit weiterhin innerhalb des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dabei liegen die Begrenzungen aktuell bei 3664 Punkten auf der Unterseite und 3811 Zählern auf der Oberseite. Aufgrund der bevorstehenden bullischen saisonalen Phase, die üblicherweise bis Mitte Januar anhalten kann, ist ein Vormarsch bis an den oberen Rand des Trendkanals möglich. Auf der Unterseite hat das Barometer im Bereich von 3640 Punkten eine solide Unterstützung.


Im Fokus: Allianz
Versicherungstitel unmittelbar vor bedeutendem Widerstand
Auf Basis des Stoxx-Europe-600-Versicherungsindex waren Wertpapiere aus der Versicherungsbranche gestern mit einem durchschnittlichen Kursanstieg von 2,2 Prozent die größten Gewinner am europäischen Aktienmarkt. Hiervon profitierten auch die Aktien der Allianz, die mit einem Plus von 2,5 Prozent sogar etwas besser abschnitten als der Branchenindex. Dabei schob sich der Titel mit einem Schlusskurs von 198,60 Euro unmittelbar vor den charttechnisch relevanten Widerstand bei 201 Euro. An dieser Barriere prallte der Kurs der Allianz zuletzt Ende November nach unten ab.
Besondere Bedeutung erhält dieses Kursniveau jedoch durch die Notierungslücke vom 28. Februar, die durch ein Abwärts-Gap zwischen 196 und 205 Euro entstand. Unmittelbar vor dem Beginn des Corona-Crashs am 05. März erreichte die Aktie danach bei 201 Euro ein markantes Zwischenhoch. Sollte der Aktie in den nächsten Tagen ein Break über dieses Hindernis gelingen, dann wäre der weitere Weg bis zum Jahreshoch bei 232,60 nahezu vorgezeichnet. Darüber könnte das Wertpapier sogar in Kursgefilde vordringen, die letztmals im Jahr 2002 auf dem Kurszettel standen.
Aus markttechnischer Sicht erhält die Aktie ebenfalls kräftige Unterstützung. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis generierten Mitte September Kaufsignale und befinden sich derzeit erst in der mittleren Kaufzone, sodass nach oben noch jede Menge Luft vorhanden ist. Lediglich durch einen erneuten Fall unter 190 Euro würde sich das aktuell bullische Gesamtbild erneut eintrüben.


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