TRADERS´ Briefing 569 - 14.12.2020

Index-Check: DAX
DAX testet 13.000er-Marke

Seit Mittwoch der vergangenen Woche hatte sich beim DAX auf Intraday-Basis ein Abwärtstrend herauskristallisiert, der seinen Ausgangspunkt im Wochenhoch bei 13.454 Punkten hat. Am Freitag führte diese Abwärtstendenz zu einem Kursrutsch, in dessen Verlauf der deutsche Leitindex mit einem Tagestief bei 13.009 Zählern die charttechnisch relevante 13.000-Punkte-Unterstützung testete. In der Spitze notierte der Index damit 287 Punkte bzw. 2,2 Prozent unterhalb des Schlusskurses vom Donnerstag. Bis zum Sitzungsende konnte sich der Index jedoch wieder erholen und das Minus mit einem Schlusskurs von 13.114 Punkten auf 1,4 Prozent reduzieren.
Innerhalb von nur drei Handelstagen durchlief der DAX die gesamte Handelsspanne seit dem 09. November. Positiv schlägt dabei zu Buche, dass die 13.000er-Marke verteidigt werden konnte. Sollte diese Barriere jedoch nach unten durchstoßen werden, dann läge die nächste Auffangzone erst wieder zwischen 12.500 und 12.700 Punkten. In diesem Bereich existiert eine Notierungslücke, die durch das Aufwärts-Gap am 09. November erzeugt wurde. Auf der Oberseite wird dagegen der Weg zum Allzeithoch nach wie vor durch die Sperrzone von 13.300 bis 13.460 Punkten versperrt.
Vonseiten der Markttechnik stehen die Ampeln mittelfristig weiterhin auf Grün, da zurzeit alle Indikatoren auf Tagesbasis im sicheren Bereich der Kaufzone notieren. Dagegen deutet die Konstellation bei den Indikatoren im Zweistunden-Chart auf einen anhaltenden Korrekturbedarf hin. Denn die bärische Komponente des Random-Walk-Index gibt mit einem steilen Anstieg erste Warnsignale. Die vorweihnachtliche Börsenzeit dürfte deshalb von einer erhöhten Volatilität geprägt werden.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen erweisen sich als sehr widerstandsfähig

Die amerikanischen Börsen erwiesen sich am vergangenen Freitag trotz der sich zuspitzenden Lage in Bezug auf die Corona-Pandemie als äußerst widerstandsfähig. Nach anfänglichen Kursrückgängen konnten sich die führenden Barometer in der zweiten Sitzungshälfte deutlich von ihren Kursverlusten erholen. Dabei reduzierten der S&P 500 und der Nasdaq 100 das Minus auf jeweils ca. 0,2 Prozent, während der Dow Jones dank eines Kurssprunges von mehr als 13 Prozent bei Walt Disney sogar noch die Pluszone erreichte. Aus charttechnischer Sicht befinden sich die drei Indizes knapp unterhalb ihrer historischen Bestmarken in Konsolidierungsformationen.
Dabei hat sich beim S&P 500 der seit Anfang November gültige Aufwärtstrendkanal leicht abgeflacht. Positiv ist dabei zu vermerken, dass die Unterstützungszone zwischen 3630 und 3640 Punkten in der vergangenen Woche erfolgreich verteidigt werden konnte. Darunter würde das Barometer im Bereich von 3580 Zählern auf eine weitere massive charttechnische Auffanglinie treffen. Auf der Oberseite hat sich dagegen seit Monatsbeginn zwischen 3680 und 3700 Punkten eine Sperrzone aufgebaut, die vorerst einen weiteren Kursanstieg verhindern könnte. Bei einem Break dieser Barriere würde jedoch unmittelbar die runde 4000er-Marke in den Fokus rücken.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen derzeit die Chancen auf der Oberseite. Denn sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis notieren derzeit alle Indikatoren im Bullenmodus. Lediglich die leicht rückläufige Tendenz bei den Indikatoren im Zweistunden-Chart deutet auf eine Fortsetzung der Konsolidierung innerhalb der nächsten Tage hin.


Im Fokus: Evotec
Aktie vor epochalem Widerstand

Seit Anfang November hat sich der Kurs des Medizintechnik-Unternehmens Evotec mit einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung bis unmittelbar vor den epochalen Widerstand bei 27 Euro geschoben. Am vergangenen Freitag legte der Titel in einem insgesamt schwachen Umfeld um 0,6 Prozent auf 26,35 Euro zu und bewies damit ein hohes Maß an relativer Stärke. Sollte dem Wertpapier der Sprung über die 27-Euro-Marke auf Schlusskursbasis gelingen, dann würde das den höchsten Stand seit Februar 2001 bedeuten. Darüber läge der nächste bedeutende charttechnische Widerstand erst wieder im Bereich von 35 Euro. Danach würden sich die weiteren Kursziele an den runden Kursmarken orientieren. Das Allzeithoch wurde übrigens im Tagesverlauf am 01. März 2000 bei 101,95 Euro markiert. Im Fall eines erneuten Rücksetzers wäre die nächste bedeutende Auffanglinie auf der Unterseite dagegen die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 23,16 Euro notiert. Auf Basis des Freitagsschlusskurses beträgt die Differenz zum GD(200) damit knapp 14 Prozent.
Aus markttechnischer Sicht könnte der Ausbruch auf der Oberseite gelingen. Denn die Indikatoren notieren auf Tagesbasis seit Anfang November in der Kaufzone. Dabei erreichte der Z-Score bereits überhitztes Niveau, während der Timing-Indikator und der Random-Walk-Index noch ausreichend Luft nach oben bieten.


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