TRADERS´ Briefing 568 - 11.12.2020

Index-Check: DAX
DAX fällt erneut unter die 13.300-Punkte-Unterstützung

Nachdem der Dax vorgestern die 13.300er-Marke auf Schlusskursbasis zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen übersprungen hatte, wurde diese bereits seit Juli hart umkämpfte Barriere gestern mit einem Schlusskurs von 13.296 Zählern ebenfalls zum dritten Mal seit Ende November erneut unterschritten. Dabei geriet der Dax insbesondere in der zweiten Sitzungshälfte ab dem frühen Nachmittag etwas stärker unter Druck. Im Tagestief fiel das Barometer bis auf 13.213 Punkte zurück, konnte sich aber bis zum Handelsende wieder deutlich erholen. Dennoch ist der Rückfall in die ehemalige Trading-Range, die sich seit Anfang November zwischen 13.000 und 13.300 Punkte etabliert hat, ein bärisches Zeichen. Dies umso mehr, als sich durch die beiden Hochpunkte vom 01. und 09. Dezember im Bereich von 13.450 Punkten ein Doppel-Hoch ausbilden könnte. Dieses würde mit einem Fall unter die 13.200-Punkte-Unterstützung weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 13.000er-Marke eröffnen. Dort würde sich dann die Richtung für den nächsten übergeordneten Trendimpuls entscheiden. Vonseiten der Markttechnik wird auf Basis der Indikatoren auf Tagesebene nach wie vor ein mittelfristig bullisches Szenario signalisiert. Auch im Zweistunden-Chart stehen die Ampeln unverändert auf Grün. Allerdings notiert hier der Random-Walk-Index unverändert am Rand der überhitzten Zone. Die trendlose Phase könnte sich beim Dax daher noch über einige Tage hinziehen.


Index-Check: S&P 500
Konsolidierung am amerikanischen Aktienmarkt hält an

In Amerika konnten sich die führenden Börsenbarometer nach einem schwächeren Start im Handelsverlauf deutlich erholen. Dennoch schlossen der Dow Jones und der S&P 500 mit 0,3 Prozent und 0,1 Prozent leicht im Minus. Dagegen legte das Technologiebarometer Nasdaq 100 um 0,3 Prozent zu. Tagesgewinner war einmal mehr der Small-Cap-Index Russell 2000, der mit einem Kursplus von 1,1 Prozent einen neuen historischen Rekordschlusskurs bei 1923 Punkten erreichte. Damit rückt die 2000er-Marke in Greifweite, nachdem der Index, der die Kursentwicklung von 2000 kleineren US-Unternehmen abbildet, im Verlauf der Corona-Krise am 18. März kurzzeitig unter 1000 Punkte notierte. Der Blue-Chip-Index S&P 500 testete mit einem Tagestief von 3645 Punkten eine wichtige charttechnische Unterstützung, die sich aus den beiden temporären Hochpunkten vom 09. und vom 27. November ableitet. Sollte der Index jetzt auch noch möglichst rasch die 3700er-Marke zurückerobern, dann könnte der jüngste Rücksetzer bereits wieder zu den Akten gelegt werden. Innerhalb des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals würde sich in diesem bullischen Szenario weiteres Aufwärtspotenzial bis an die obere Begrenzung des Trendkanals bei aktuell 3780 Punkten eröffnen. Das markttechnische Bild spricht zurzeit ebenfalls für kurz- und mittelfristig steigende Kurse. Denn sowohl auf Tages- als auch im Intraday-Bereich notieren aktuell alle Indikatoren im Kaufmodus.


HelloFresh
Aktie beendet Seitwärtsphase mit massivem Kurssprung

Am 02. November 2017 feierte der Lebensmittel-Dienstleister HelloFresh sein Börsendebüt. Die Erstnotiz lag damals bei 10,60 Euro. Gestern schoss die Aktie um 15 Prozent nach oben und markierte bei 57,65 Euro einen neuen historischen Schlussrekord. Das Verlaufshoch wurde sogar bei 58,10 Euro festgestellt. Damit ist die Aktie aus einer seit sechs Monaten bestehenden Trading-Range nach oben ausgebrochen. Seit Jahresanfang sattelte das Wertpapier damit bereits mehr als 200 Prozent auf. Mit dem Ende der Seitwärtsphase, in deren Verlauf der Kurs überwiegend zwischen 38 und 53 Euro hin und her pendelte, eröffnet sich jetzt erhebliches Aufwärtspotenzial. Denn nach den Regeln der Charttechnik könnte nun eine Aufwärtsbewegung erfolgen, die das Ausmaß des Kursanstiegs von März bis Juli erreichen kann. Demzufolge könnte das mittelfristige Kursziel für HelloFresh zwischen 75 und 80 Euro liegen. Aus dem Blickwinkel der Markttechnik erhält die Aktie ebenfalls Unterstützung. Denn die Indikatoren befinden sich bereits seit Ende September ununterbrochen in der Kaufzone und bieten noch ausreichend Potenzial auf der Oberseite. Lediglich durch einen erneuten Rücksetzer unter die Unterstützungszone zwischen 51 und 53 Euro würde sich das technische Bild erneut erheblich eintrüben.

 


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