TRADERS´ Briefing 553 - 20.11.2020

Index-Check: DAX
Dax gefangen in der Schiebezone

Nach der vielversprechenden Kursentwicklung vom Mittwoch trat beim Dax gestern wieder Ernüchterung ein. Bereits zum Handelsstart eröffnete der deutsche Leitindex um 100 Punkte niedriger bei 13.102 Punkten. Danach fiel der Kurs kontinuierlich weiter und erreichte noch am Vormittag das Tagestief bei 13.035 Zählern. Mit der Erholung in der zweiten Sitzungshälfte konnte sich das Barometer bis auf einen Schlusskurs von 13.086 Punkten erholen. Positiv ist zu bewerten, dass der Dax die 13.000er-Marke erfolgreich verteidigte. Dagegen konnte der Schwung des Vortages einmal mehr nicht zur Überwindung des 13.300-Punkte-Widerstands genutzt werden.
Damit pendelt der Index jetzt bereits seit neun Handelstagen innerhalb einer relativ engen Handelsspanne zwischen 13.000 und 13.300 Punkten. Aufgrund des vorausgegangenen Aufwärtsschubs von mehr als 1000 Punkten ist die Konsolidierung als trendbestätigend zu bewerten, solange der Kurs die Notierungslücke vom 09. November zwischen 12.600 und 12.700 Punkten erfolgreich verteidigen kann. Bei einem Ausbruch auf der Oberseite ist zudem mit einem kräftigen Aufwärtsimpuls zu rechnen, der den Dax innerhalb der nächsten Wochen bis auf etwa 15.000 Punkten hieven könnte.
Unterstützung erhält der Index durch die Markttechnik. Denn zurzeit notieren alle Indikatoren, sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis, in der Kaufzone. Dabei ist derzeit lediglich der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart überhitzt. Vor dem nächsten Trendimpuls könnte die Geduld der Anleger deshalb durch eine Fortsetzung der Seitwärtsphase weiter auf die Probe gestellt werden.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsenbarometer mit zaghaftem Erholungsversuch

In Amerika verbuchten die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 nach dem Abverkauf vom Mittwoch gestern kleinere Kursgewinne zwischen 0,2 Prozent und 0,8 Prozent. Dabei konnten sich die Barometer nach einer schwächeren Eröffnung bis zum Sitzungsende kontinuierlich erholen.
Der S&P 500 schloss bei 3582 Punkten, nachdem der Index zunächst bis auf das Tagestief bei 3544 Zähler abgetaucht war. Damit beendete das Barometer den Handel fast punktgenau auf dem ehemaligen Allzeithoch vom 02. September. Zugleich setzte der S&P 500 im Tief auf der seit dem 05. November gültigen Aufwärtstrendgeraden auf. Zusammen mit der kurzfristigen Abwärtstrendgeraden, die ihren Ursprung im historischen Verlaufshoch bei 3646 Punkten hat und aktuell bei 3620 Punkten verläuft, lässt sich ein charttechnisches Dreieck konstruieren, dessen Spitze Anfang Dezember durch den Schnittpunkt der beiden Geraden bei 3600 Punkten gebildet wird.
Demzufolge wird spätestens in der nächsten Woche ein Ausbruch aus dieser Formation erfolgen. Sowohl die Chart- als auch die Markttechnik deuten auf einen Ausbruch auf der Oberseite hin. In diesem Fall würde sich weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 4000 Punkte ergeben. Auf der Unterseite würde der Index dagegen im Bereich von 3520 Zählern auf eine erste massive Unterstützung treffen. Vonseiten der Indikatoren wird das bullische Szenario unterstützt, da zurzeit in allen Zeitebenen ausnahmslos Kaufsignale vorliegen.


Im Fokus: Aareal Bank
Aktie bestätigt Ausbruch über die 200-Tage-Linie
Die Aktie der auf Immobilienfinanzierungen spezialisierten Aareal Bank legte gestern in einem allgemein leicht schwächeren Umfeld um 1,7 Prozent auf 18,95 Euro zu und gehörte damit zu den stärkeren Wertpapieren im MDax. Zugleich bestätigte die Aktie den am Montag dieser Woche erfolgten Ausbruch über die 200-Tage-Linie mit dem höchsten Schlusskurs seit Ende August. Der nächste bedeutende Widerstand befindet sich jetzt knapp über der 20-Euro-Marke. Dort befinden sich die obere Begrenzung der Notierungslücke vom 11. März sowie zwei temporäre Hochpunkte vom Juni und vom August. Sollte auch diese Barriere durchbrochen werden, dann wäre die die seit Mitte März anhaltende Bodenbildung beendet. Darüber würde sich nach den Regeln der Charttechnik weiteres Aufwärtspotenzial bis ungefähr 28 Euro eröffnen.
Aus markttechnischer Sicht befinden sich die Indikatoren auf Tagesbasis zudem unmittelbar vor der Generierung von Kaufsignalen. Und die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben bereits am 09. November in den Long-Modus gedreht. Einem weiteren Kursanstieg steht derzeit somit nichts im Weg.


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