TRADERS´ Briefing 552 - 19.11.2020

Index-Check: DAX
Konsolidierung beim Dax setzt sich fort

Nach einem schwächeren Start markierte der Dax gestern bereits In der ersten Handelsstunde bei 13.075 Punkten das Tagestief. Danach stieg der deutsche Leitindex bis zum Sitzungsende kontinuierlich an und schloss bei 13.202 Zählern um 0,5 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Damit bewegt sich das Barometer seit dem Ausbruch über die 13.000er-Marke in der vergangenen Woche innerhalb einer relativ engen Trading-Range zwischen 13.000 und 13.300 Punkten. Die obere Begrenzung dieser Schiebezone fällt mit einem äußerst hartnäckigen horizontalen Widerstand zusammen, der bereits seit Mitte Juli intakt ist. Lediglich Anfang September glückte dem Dax ein kurzzeitiger Ausflug über diese wichtige Barriere, fiel danach aber sehr rasch wieder zurück.
Sollte dem Index in den nächsten Tagen eine Überwindung dieser Sperrlinie gelingen, dann würde dies unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Allzeithoch bei 13.795 Punkten und danach bis zur 14.000er-Marke eröffnen. Auf der Unterseite würde dagegen das Unterschreiten der 13.000er-Marke zu einem kurzfristigen charttechnischen Verkaufssignal führen, das einen weiteren Kursrückgang bis in die Unterstützungszone zwischen 12.600 und 12.700 Punkten auslösen würde.
Aus markttechnischer Sicht zeigen die Trendpfeile mittelfristig uneingeschränkt nach oben. Denn auf Tagesbasis generierte der Timing-Indikator gestern ein Kaufsignal, womit auf dieser Zeitebene jetzt alle Indikatoren im Long-Modus sind. Lediglich die überkaufte Situation beim Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart spricht derzeit noch für eine Fortsetzung der Konsolidierung.


Index-Check: S&P 500
Zuspitzung der Corona-Pandemie drückt US-Börsen nach unten
Nach einem zunächst freundlichen Beginn drehten die führenden US-Börsenbarometer gestern im Sitzungsverlauf nach unten, wobei die Abwärtsdynamik in der letzten Handelsstunde deutlich anstieg. Mit Kursrückgängen zwischen 0,7 Prozent und 1,2 Prozent beendeten der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 den gestrigen Handel. Insbesondere Sorgen um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens lasteten auf den Kursen.
Aus charttechnischer Sicht handelt es sich jedoch nach den starken Kursanstiegen seit Monatsbeginn um eine völlig normale und notwendige Gegenreaktion. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 schloss mit 3568 Zählern zwar unterhalb der Unterstützung von 3580 Punkten, allerdings befindet sich bereits bei 3510 Zählern eine weitere bedeutende Auffanglinie. Erst mit einem Bruch dieser Barriere wäre die jüngste Aufwärtsbewegung vorerst beendet. Auf der Oberseite wäre dagegen eine rasche Rückeroberung des 3580-Punkte-Widerstands ein bullisches Signal.
Auch vonseiten der Markttechnik stehen die Ampeln weiterhin vollumfänglich auf Grün. Denn die Indikatoren notieren derzeit noch in allen Zeitebenen im Kauf-Modus, sodass sich die Rallye nach einer kurzen Verschnaufpause wieder fortsetzen könnte.


Im Fokus: Software AG
Kursschub befördert Aktie in den langfristigen Aufwärtstrendmodus

Nachdem die Darmstädter Softwareschmiede Software AG gestern eine erhöhte Prognose für die Auftragseingänge 2020 bekanntgegeben hatte, schoss der Kurs der Aktie in der Spitze um fast 16 Prozent nach oben. Das Tageshoch von 38,40 Euro bedeutete den höchsten Stand seit dem 10. Oktober. Zwar konnte dieses Kursniveau nicht verteidigt werden, dennoch schloss die Aktie bei 37,02 Euro mit einem Kursgewinn von 11,8 Prozent. Gleichzeitig baute die Aktie den Abstand zur 200-Tage-Linie auf 5,6 Prozent aus. Dabei wurde ebenfalls die seit Mitte September gültige Abwärtstrendgerade nach oben durchstoßen.
Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Jahreshoch, das am 10. September bei 44,50 Euro markiert wurde. Darüber könnte das Wertpapier sogar das Allzeithoch ansteuern. Dieses wurde im Januar 2018 bei 49,80 Euro erreicht. Auf der Unterseite ist die langfristige Durchschnittslinie bei aktuell 35,05 Euro eine erste Unterstützung. Darunter befindet sich im Bereich von 33 Euro eine weitere charttechnische Auffanglinie.
Das markttechnische Bild liefert derzeit dagegen noch gemischte Signale. Während der Z-Score durch den gestrigen Aufwärtsimpuls in den bullischen Bereich vordringen konnte, benötigen sowohl der Timing- als auch der Random-Walk-Indikator zur Generierung von Kaufsignalen noch weiter steigende Kurse. Sollte sich der Aufwärtsimpuls bei der Software AG in den nächsten Tagen fortsetzen, dann könnte dies den Startschuss für einen neuen langfristigen Aufwärtstrend bedeuten.


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