TRADERS´ Briefing 551 - 18.11.2020

Index-Check: DAX
Deutscher Aktienmarkt ohne klare Richtung

Am deutschen Aktienmarkt konsolidierten die führenden Aktienbarometer gestern die Kursgewinne der Vortage. Während der DAX nur marginal um fünf Punkte nachgab, setzte der MDAX um 0,3 Prozent zurück. Dagegen stand das Technologiebarometer TecDAX mit einem Minus von einem Prozent etwas stärker unter Druck.
Positiv ist dabei zu vermerken, dass sich der deutsche Leitindex nach einem überwiegend schwächeren Tagesverlauf vom Tief bei 13.050 Zählern in den letzten beiden Handelsstunden des Tages deutlich erholen konnte. Denn der Schlusskurs lag mit 13.133 Punkten deutlich höher. Aus charttechnischer Sicht bildet der DAX seit dem Montag der vergangenen Woche zwischen 13.000 und 13.300 Punkten die Formation einer Flagge aus. Dieses Muster entsteht insbesondere nach steilen Kursanstiegen und zählt zu den trendbestätigenden Formationen. Nach den Regeln der Charttechnik ergäbe sich bei einem Ausbruch auf der Oberseite ein minimales Kursziel von 15.000 Punkten. Dabei wird der nächste Trendimpuls umso stärker ausfallen, je länger die kurzfristige Seitwärtsphase anhält.
Vonseiten der Markttechnik erhält der Index massive Unterstützung. Zum einen befinden sich jeweils etwa 80 Prozent der 30 Indexaktien entweder oberhalb der 200-Tage-Linie oder wenigstens über dem GD(50). Zum anderen notieren derzeit die Indikatoren in allen Zeitebenen überwiegend im Kaufmodus.


Index-Check: S&P 500
Flaute am amerikanischen Aktienmarkt

Nach den Rekorden vom Wochenbeginn konsolidierten die führenden US-Börsenbarometer gestern ihre Kursgewinne, wobei die Rücksetzer im Bereich von 0,3 Prozent bis 0,6 Prozent äußerst moderat ausfielen. Bei den Einzelaktien legte Tesla gegen den allgemein schwächeren Trend fast acht Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass der Titel Im Dezember in den S&P 500 aufgenommen werden soll.
Der Blue-Chip-Index startete gestern zwar etwas schwächer in den Handel, konnte sich jedoch in der zweiten Sitzungshälfte deutlich erholen. Nach einem Tagestief von 3589 Punkten lag der Schlusskurs mit 3610 Zählern erneut oberhalb der 3600er-Marke. Sollte das Barometer in den nächsten Tagen das bisherige historische Verlaufshoch vom 09. November bei 3646 Punkten nachhaltig überwinden, dann läge das nächste Kursziel im Bereich der runden 4000-Punkte-Marke. Auf der Unterseite besitzt der Index dagegen im Bereich von 3585 Punkten eine erste Unterstützung. Darunter liegt die nächste Auffanglinie bei 3520 Punkten.
Die markttechnische Konstellation bietet vor allem mittelfristig aufgrund der bullischen Indikatoren auf Tagesbasis weiteres Aufwärtspotenzial. Im Zweistunden-Chart befinden sich ebenfalls alle Indikatoren im Long-Modus. Lediglich der überhitzte Z-Score könnte ein Hinweis auf eine bevorstehende kurzfristige Konsolidierung sein.


Im Fokus: Hochtief
Aktie des Baukonzerns vor nächstem Aufwärtsschub

Der Titel des im MDAX gelisteten internationalen Baukonzerns Hochtief gehörte gestern mit einem Kursplus von 1,6 Prozent zu den größten Gewinnern in einem insgesamt ruhigen Börsenumfeld. Die Aktie setzte damit den zum Monatswechsel Oktober/November eingeleiteten Aufwärtstrend fort und bestätigte zudem den Ausbruch über die 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei etwa 75,24 Euro und wurde vor einer Woche erstmals seit Februar wieder überkreuzt. Danach entbrannte ein Kampf um diese langfristige Demarkationslinie zwischen Bullen- und Bärenmarkt, den die Haussiers gestern für sich entschieden haben könnten. Denn mit dem Schlusskurs von 77,90 Euro schob sich Hochtief unmittelbar vor den charttechnisch wichtigen Widerstand bei 78 Euro. Sollte diese Barriere nach oben durchstoßen werden, dann wäre das nächste Kursziel auf der Oberseite das Juni-Hoch bei 90,60 Euro. Darüber würde die runde 100er-Marke in den Fokus rücken. Das Allzeithoch wurde übrigens im Mai 2017 im Bereich von 172 Euro markiert.
Auch die markttechnische Ausgangslage sieht derzeit sehr vielversprechend aus. Denn alle Indikatoren auf Tagesbasis befinden sich derzeit unmittelbar vor der Generierung von Kaufsignalen. Damit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass jetzt ein neuer Aufwärtsschub vor der Tür steht. Lediglich durch einen Fall unter die 68-Euro-Unterstützung würde sich das derzeit positive technische Bild erneut eintrüben.


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