TRADERS´ Briefing 549 - 16.11.2020

Index-Check: DAX
Dax verteidigt zum Wochenende höheres Kursniveau

Zum Wochenschluss legte der Dax am vergangenen Freitag geringfügig um 24 Punkte bzw. 0,2 Prozent zu. Damit ergibt sich für die gesamte vergangene Woche ein Kursgewinn von 4,8 Prozent. Dabei verzeichnete der deutsche Leitindex bereits in der Woche davor aufgrund einer ausgeprägten Rallye ein Plus von acht Prozent. Seit Monatsbeginn schoss das Barometer damit bereits um 13 Prozent nach oben. Sollte dieses Zwischenergebnis bis zum Monatsultimo bestehen bleiben oder sogar ausgebaut werden, dann wäre dies das beste Monatsergebnis seit April 2009.
Aus charttechnischer Sicht hat sich der Dax ebenfalls in eine aussichtsreiche Ausgangslage manövriert. Denn mit dem Schlusskurs von 13.076 Zählern befindet sich der Index im oberen Bereich der Handelsspanne seit Anfang Juni. Jetzt müsste der Index noch die hartnäckige Barriere bei 13.300 Punkten nach oben durchstoßen, um den Weg nach oben freizumachen. Darüber läge der nächste entscheidende Widerstand bei 13.795 Punkten, dem bisherigen Rekordwert vom 17. Februar. Auf der Unterseite befindet sich dagegen bei 12.930 Zählern eine charttechnisch relevante Unterstützung.
Aus markttechnischer Sicht werden derzeit ebenfalls steigende Kurse favorisiert, da zurzeit mit Ausnahme des Timing-Indikators auf Tagesbasis alle anderen Indikatoren im Kaufmodus notieren. Daher überwiegt derzeit die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des skizzierten bullischen Szenarios.

 


Index-Check: S&P 500
US-Aktienmarkt schwenkt erneut auf Rekordkurs ein

In Amerika sorgten Kursgewinne zwischen 0,9 Prozent und 1,4 Prozent bei den drei führenden Börsenbarometern Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 für einen versöhnlichen Wochenausklang. Die Tagestendenz am vergangenen Freitag wurde auch durch das Wochenergebnis bestätigt. Denn der Dow Jones gewann innerhalb der zurückliegenden fünf Handelstage 4,1 Prozent an Wert, während der S&P 500 um 2,2 Prozent stieg. Dagegen fiel der Nasdaq 100 im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent zurück.
Dennoch bleibt das charttechnische Bild auf breiter Front bullisch. Zum einen liegt das an den Ausbruchs-Gaps vom vergangenen Montag bei den beiden Blue-Chip-Barometern. Zum anderen schloss der Dow Jones lediglich 80 Punkte bzw. 0,2 Prozent unter seinem bisherigen Schlussrekord von 29.551 Zählern. Der S&P 500 übertraf den bisherigen Schlussrekord vom 02. September mit 3585 Punkten sogar um fünf Zähler und erreichte damit eine neue Bestmarke. Sollten beide Indizes jetzt auch noch ihre historischen Intraday-Höchstwerte – 29.924 Punkte beim Dow Jones und 3646 Punkte beim S&P 500 – auf Schlusskursbasis überbieten, dann wäre das ein sehr starkes Kaufsignal.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik ist ebenfalls weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden. Denn die Indikatoren senden für den S&P 500 auf Tagesbasis nach wie vor Kaufsignale aus. Und auch im Zweistunden-Chart befinden sich alle Indikatoren im Kaufmodus. Lediglich der überhitzte Zustand beim Z-Score deutet in diesem Zeitfenster auf eine kurzfristige Konsolidierung hin. Solange dabei das Ausbruchsniveau im Bereich von 3535 Punkten vom Montag letzter Woche nicht unterschritten wird, bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet.

 


Im Fokus: RWE
Aktie bricht nach oben aus

Der überhastete Ausstieg aus der Atomkraft infolge des Reaktorunglücks in Fukushima im Jahr 2011 könnte den Energieversorgern nachträglich ordentlich Geld in die Kassen spülen. Denn das Bundesverfassungsgericht hat nach einer Klage des Versorgungsunternehmens Vattenfall in dieser Woche eine Neuregelung der Ausgleichszahlungen für die betroffenen Energieversorger angeordnet. Diese Entscheidung beflügelte auch den Aktienkurs von RWE und hievte den Titel gestern auf den höchsten Stand seit November 2012 und damit auf ein neues Acht-Jahres-Hoch.
Dabei befindet sich die Aktie bereits seit Mitte 2015 in einem primären Aufwärtstrend, der damals im Bereich von neun Euro begann. Zuvor durchlief RWE vom Allzeithoch, das im Januar 2008 bei 102,50 Euro markiert wurde, einen jahrelangen Abwärtstrend, der zu einem Wertverlust von mehr als 90 Prozent führte. Mit dem Freitagsschlusskurs von 34,97 Euro könnte jetzt der nächste größere Aufwärtsschub eingeleitet worden sein. Denn aus charttechnischer Sicht eröffnet sich mit dem Ausbruch weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 50 Euro. Vom aktuellen Kursniveau entspräche das einem weiteren Kursanstieg von ungefähr 43 Prozent.
Unterstützt wird die Aktie derzeit durch eine bullische Markttechnik. Denn auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren bereits seit Mitte Mai nahezu ununterbrochen im Kaufmodus und notieren derzeit bei aufsteigender Tendenz in der mittleren Kaufzone, sodass nach oben noch jede Menge Luft vorhanden ist.


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