TRADERS´ Briefing 548 - 13.11.2020

Index-Check: Dax
Dax mit Ermüdungserscheinungen

Der Dax eröffnete gestern bei 13.073 Zählern, was einem Abwärts-Gap von 143 Punkte bzw. 1,1 Prozent entspricht. Danach setzte eine Erholung bis auf das Tageshoch bei 13.168 Punkten ein, bevor sich am Nachmittag erneut die Abwärtstendenz durchsetzte. Mit einem Schlusskurs von 13.053 Punkten verlor der deutsche Leitindex gegenüber Mittwoch 1,2 Prozent an Wert. Aus charttechnischer Sicht wurde damit die seit Monatsanfang gültige Aufwärtstrendgerade, die aktuell bei 13.260 Punkten verläuft, nach unten durchstoßen. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass der Aufwärtstrend einen sehr steilen Anstiegswinkel hatte, sodass ein Trendbruch nur eine Frage der Zeit war. Dennoch besteht weiterhin eine reelle Chance, dass sich der Aufwärtstrend mit einer etwas geringen Dynamik fortsetzt. Wichtig wäre insbesondere, dass die 13.000er-Marke und darunter das Aufwärts-Gap vom Montag zwischen 12.600 und 12.700 Punkten, erfolgreich verteidigt werden. Auf der Oberseite müsste dagegen der Widerstand bei 13.300 Zählern geknackt werden, um weiteres Aufwärtspotenzial freizusetzen. Das charttechnische Bild ist zurzeit unverändert bullisch. Auf Tagesebene befinden sich sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score im Kaufmodus, während der Timing-Indikator in der moderat bärischen Zone bereits nach oben gedreht hat. Im Zweistunden-Zeitfenster notieren ebenfalls alle Indikatoren in bullischem Territorium, wobei der Random-Walk-Index derzeit jedoch eine überkaufte Situation anzeigt. Kurzfristig könnte sich daher die Konsolidierung der vergangenen beiden Tage fortsetzen, bevor der Dax danach wieder auf den Aufwärtspfad einschwenkt.


Index-Check: S&P 500
US-Aktienmarkt im Konsolidierungsmodus

An den amerikanischen Börsen setzte sich gestern die bereits im späten Dienstagshandel eingeleitete Konsolidierung fort. Die drei führenden Aktienbarometer gaben zwischen 0,6 Prozent und 1,1 Prozent nach. Charttechnischer Schaden wurde durch diese Kursentwicklung nicht angerichtet. Vielmehr findet zurzeit nach den starken Kursanstiegen seit Montag eine notwendige und trendbestätigende Konsolidierung auf hohem Niveau statt. Der Blue-Chip-Index S&P 500 testete im Tief mit 3519 Punkten die wichtige Unterstützung im Bereich von 3510 Zählern. Diese Auffanglinie markiert die untere Begrenzung des Aufwärts-Gaps vom Montag, das zwischen 3510 und 3550 eine im Chart weithin sichtbare Notierungslücke hinterließ. Sollte hier ein Durchbruch auf der Unterseite erfolgen, dann würde sich unmittelbar weiteres Abwärtspotenzial bis ungefähr 3420 Punkte eröffnen. Allerdings deutet die Markttechnik zurzeit eher auf steigende Kurse hin. Zum einen befinden sich jeweils etwa 80 Prozent der Indextitel entweder über der 200-Tage-Linie oder wenigstens über dem GD(50). Zum anderen notieren derzeit die Indikatoren in allen Zeitebenen im bullischen Modus. Dabei haben sich in den vergangenen Tagen kurzfristige Überhitzungen bereits wieder abgebaut, sodass jetzt erneut ausreichend Aufwärtspotenzial vorhanden ist. Sollte dabei das jüngste Rekordhoch bei 3646 Punkten überschritten werden, dann könnte der S&P 500 in diesem Jahr sogar noch die 4000er-Marke erreichen.


Gerresheimer
Auf dem Weg zu neuem Allzeithoch

In einem insgesamt schwächeren Börsenumfeld gehörte der MDax-Titel Gerresheimer mit einem Kursgewinn von 3,5 Prozent gestern zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Aus fundamentaler Sicht profitiert das Unternehmen erheblich von der Coronakrise, denn nach eigenen Angaben werden in den nächsten beiden Jahren bis zu einer Milliarde Injektionsfläschchen für Covid-19-Impfstoffe ausgeliefert. Dementsprechend befindet sich das Wertpapier bereits seit März im Aufwind und markierte am 03. September bei 101,10 Euro ein neues Allzeithoch, nachdem der Kurs noch Mitte März ein Mehrjahrestief im Bereich von 50 Euro erreicht hatte. Im Zuge der Oktober-Korrektur fiel die Aktie von 100 Euro bis auf 85 Euro Ende Oktober zurück. Von dort startete eine Rallye, die bis heute anhält. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 98,85 Euro liegt die bisherige historische Bestmarke in unmittelbarer Reichweite. Bei einem Break auf der Oberseite dürfte die Aufwärtsdynamik nochmals deutlich zulegen, sodass ein Kursziel bis zum Jahresende von 120 Euro durchaus realistisch erscheint. Aus der Perspektive der Markttechnik haben die Indikatoren auf Tagesbasis soeben erst Momentum nach oben aufgenommen und unterstützen damit ebenfalls weiter steigende Kurse.


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