TRADERS´ Briefing 547 - 12.11.2020

Index-Check: DAX
DAX tritt auf der Stelle

Nach den kräftigen Kurssteigerungen der vergangenen Tage schaltete der Dax gestern einen Gang zurück. Bei einer relativ geringen Schwankungsbreite von etwas mehr als 100 Punkten legte der deutsche Leitindex dennoch um 0,4 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 13.216 Punkten zu. Damit notiert das Barometer inzwischen in Greifweite zum Widerstand bei 13.300 Punkten, an dem der Dax seit Mitte Juli bereits vier Mal nach unten abprallte. Sollte der Ausbruch auf der Oberseite in den nächsten Tagen gelingen, dann müsste der Index nur noch das September-Hoch bei 13.460 Zählern überwinden, um den Weg zum Allzeithoch bei 13.795 Punkten freizuschaufeln. Auf der Unterseite ist dagegen das Ausbruchs-Gap vom Montag zwischen 12.500 und 12.700 Punkten nach wie vor die entscheidende Unterstützung. Bei einem Durchbruch nach unten müsste die jüngste Aufwärtsbewegung zu den Akten gelegt werden, wobei sich zugleich weiteres Abwärtspotenzial bis etwa 12.400 Punkte eröffnen würde. Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren auf Tagesbasis mit Ausnahme des Timing-Indikators im bullischen Modus. Im Zweistunden-Chart sieht das markttechnische Bild ebenfalls rundum bullisch aus, allerdings notiert in diesem Zeitfenster der Random-Walk-Index bereits in der überkauften Zone. Bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzt, könnte die Geduld der Anleger in den nächsten Tagen daher nochmals auf die Probe gestellt werden.


Index-Check: S&P 500
Technologieaktien auf Erholungskurs

In Amerika war gestern aufgrund eines Gedenktages (Veterans Day) das Volumen an den Aktienmärkten deutlich geringer als an den Vortagen. Hierdurch fielen auch die Kursausschläge erheblich niedriger aus. Dennoch legte der Nasdaq 100 um 2,3 Prozent und der S&P 500 um 0,78 Prozent zu. Dagegen gab der Dow Jones marginal um 23 Punkte bzw. 0,1 Prozent nach. Das Technologiebarometer Nasdaq 100 setzte nach einem Rücksetzer von mehr als 750 Punkten bzw. sechs Prozent innerhalb von nur zwei Tagen gestern zu einer Gegenbewegung an und drehte damit oberhalb des Aufwärts-Gaps vom 04. November wieder nach oben ab. Der Blue-Chip-Index S&P 500 schloss mit einem Kursanstieg von 0,8 Prozent bei 3573 Zählern nur acht Punkte unterhalb des bisherigen Schlussrekords von 3581 Punkten, der am 02. September markiert wurde. Damit besteht weiterhin eine gute Chance, dass das Barometer aufgrund des seit Anfang November hohen Aufwärtsmomentums das bisherige historische Verlaufshoch von 3646 Punkten überwinden kann. Darüber wäre ein weiterer Anstieg bis zur runden 4000er-Marke möglich. Auf der Unterseite besitzt der Index dagegen im Bereich von 3510 Punkten eine solide technische Unterstützung, die insbesondere auf dem Ausbruchs-Gap vom Montag dieser Woche basiert. Unterstützung erhält der S&P 500 durch die bullische Markttechnik. Denn zurzeit notieren die Indikatoren in allen Zeitebenen im Kaufmodus. Lediglich das überkaufte Niveau des Z-Scores im Zweistunden-Chart könnte den Ausbruch auf der Oberseite etwas verzögern.


Nordex
Aktie nicht zu stoppen

Die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex befindet sich seit Monatsanfang im Rallye-Modus. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Tagen die Eingänge für mehrere Großaufträge aus aller Welt vermeldete und hierdurch die Unternehmensziele deutlich nach oben setzte, gab es bei dem Titel kein Halten mehr. Gestern schoss die Aktie um 11,2 Prozent nach oben. Bereits am Vortag verzeichnete das Wertpapier einen Kurssprung von fast 16 Prozent. Damit summieren sich die Kursgewinne seit Monatsanfang auf über 40 Prozent. Mit dem gestrigen Schlusskurs bei 17,26 Euro verzeichnete Nordex zudem den höchsten Stand seit Februar 2017. Gleichzeitig wurde die markante Notierungslücke, die am 24. Februar 2017 durch ein Abwärts-Gap zwischen 15,60 und 16,60 Euro entstand, nach oben durchstoßen. Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zum 2017er-Hoch bei 21,50 Euro. Allerdings ist die markttechnische Situation aufgrund des enormen Kursschubs der vergangenen Tage inzwischen deutlich angespannt. Denn der Z-Score befindet sich mit einem Wert von Drei bereits deutlich in der extrem überhitzten Zone, und der Random-Walk-Index notiert unmittelbar vor dem überkauften Bereich. Deshalb ist zwar kurzfristig mit einer kleinen Verschnaufpause zu rechnen, mittelfristig ist die Lage dagegen äußerst bullisch. Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau im Bereich von 15,60 Euro könnten daher lukrative Kaufgelegenheiten darstellen.


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