TRADERS´ Briefing 546 - 11.11.2020

Index-Check: DAX
DAX verteidigt höheres Kursniveau

Nach einem etwas schwächeren Start und einem Rücksetzer bis auf das Tagestief bei 13.018 Punkten nahm der DAX gestern im Tagesverlauf wieder Fahrt nach oben auf und beendete den Handel bei 13.163 Punkten mit einem Plus von 67 Punkten oder umgerechnet einem halben Prozent. Damit verteidigte der deutsche Leitindex zum einen die wichtige 13.000-Punkte-Marke. Zum anderen bestätigte das Barometer, dass der Kursschub vom Wochenstart keine Eintagsfliege war.
In den nächsten Tagen kommt es jetzt entscheidend darauf an, ob der Index die charttechnisch bedeutende Barriere bei 13.300 Zählern nachhaltig überwinden kann. Damit würde der Index gleichzeitig die seit Februar bestehende flache Abwärtstrendgerade durchstoßen, womit der weitere Weg bis zum Allzeithoch bei 13.795 Punkten freigegeben würde. Aufgrund der ungebrochen hohen Aufwärtsdynamik sind bis zum Jahresende sogar Kurse deutlich oberhalb der 14.000er-Marke denkbar. Wichtig dabei ist, dass der Index die Notierungslücke vom Montag zwischen 12.600 und 12.700 Zählern in den nächsten Tagen nicht mehr unterschreitet. Denn ansonsten würde der DAX zum wiederholten Mal von 13.300 Punkten nach unten abprallen.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren mit Ausnahme des Timing-Indikators im Long-Modus. Im Zweistunden-Chart notieren derzeit sogar alle Indikatoren in der Kaufzone, wobei der Random-Walk-Index bereits überkauftes Niveau erreicht hat. Insgesamt besteht damit sowohl kurz- als auch mittelfristig eine markttechnisch bullische Konstellation, wobei es kurzfristig zu einer kleineren Verschnaufpause kommen könnte.


Index-Check: S&P 500
Korrektur bei Technologieaktien setzt sich fort

Bereits am Montag war am amerikanischen Aktienmarkt eine Verlagerung des Anlegerinteresses zu Gunsten zyklischen Branchen und zu Lasten des Technologiesektors zu beobachten. Diese Tendenz setzte sich gestern mit unverminderter Dynamik fort. Die drei führenden Börsenbarometer spiegeln diese Entwicklung wider. Während der Dow Jones um 0,9 Prozent zulegte, gab der Nasdaq 100 um 1,7 Prozent nach. Der S&P 500, der sowohl zyklische Wertpapiere als auch Hightech-Titel enthält, verbuchte ein kleines Minus von 0,1 Prozent. Auf Branchenebene konnten Wertpapiere aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie sowie Industrie durchschnittlich am stärksten zulegen. Dagegen gehörten Aktien mit starkem Bezug zum Internet zu den größten Verlierern.
Aus charttechnischer Sicht testete der Blue-Chip-Index S&P 500 bereits in der ersten Sitzungshälfte mit einem Tagestief von 3512 Punkten das Ausbruchsniveau des Vortages. Danach konnte sich der Index bis zum Handelsende kontinuierlich bis auf den Schlusskurs von 3546 Zählern erholen. Entscheidend wird es jetzt sein, ob der S&P 500 möglichst rasch an Aufwärtsdynamik gewinnen und das jüngste Hoch bei 3646 Punkten überwinden kann. Danach wäre ein weiterer Kursanstieg bis 4000 Punkte möglich. Auf der Unterseite wird das Barometer zunächst bei 3510 Punkten und darunter im Bereich von 3420 Zählern solide abgesichert.
In Bezug auf die Markttechnik befinden sich derzeit alle Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Kaufmodus. Die Wahrscheinlichkeit spricht daher für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.


Im Fokus: Volkswagen
Aktie erreicht trendentscheidenden Widerstand

Mit einem Kursgewinn von 5,3 Prozent belegte die Aktie von Volkswagen gestern in einem freundlichen Marktumfeld den zweiten Platz in der DAX-Performancerangliste. Seit Monatsbeginn ist der Kurs damit bereits um knapp 20 Prozent gestiegen. Dabei durchquerte Volkswagen nahezu die komplette Handelsspanne seit Mitte Mai. Denn in den zurückliegenden sechs Monaten pendelte der Titel überwiegend zwischen 125 Euro und 150 Euro.
Mit dem jüngsten Aufwärtsimpuls durchschlug das Wertpapier zudem zwei wichtige Barrieren. Zum einen überkreuzte die Aktie bereits vorgestern die 200-Tage-Linie, die aktuell mit leicht fallender Tendenz bei ca. 136 Euro verläuft. Zum anderen durchbrach der Kurs gestern im Bereich von 145 Euro die seit Mitte Januar gültige Abwärtstrendgerade. Sollte in den nächsten Tagen zusätzlich der Sprung über den 150-Euro-Widerstand gelingen, dann könnte die Aktie bis zum Jahresende sogar das Jahreshoch vom Januar bei etwa 187 Euro erreichen.
Das bullische Bild wird zurzeit durch die Markttechnik unterstützt. Denn sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score haben gestern Kaufsignale generiert. Und der Timing-Indikator hat im moderat bärischen Territorium bereits Momentum nach oben aufgenommen, sodass auch hier in Kürze die bullische Zone erreicht werden könnte. Damit überwiegt derzeit die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch auf der Oberseite.


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