TRADERS´ Briefing 527 - 15.10.2020

Index-Check: DAX
DAX verteidigt 13.000er-Marke

In einem wechselvollen Handelsverlauf verteidigte der DAX gestern mit einem hauchdünnen Kursgewinn von neun Punkten bzw. 0,1 Prozent den zweiten Tag in Folge die charttechnisch bedeutende 13.000er-Marke. Dabei lag das Tagestief mit 12.975 Punkten um ca. 30 Punkte über dem Tief vom Dienstag. Mit dem Schlusskurs von 13.028 Punkten schloss der deutsche Leitindex zudem oberhalb der seit dem 25. September gültigen kurzfristigen Aufwärtstrendgeraden, die aktuell bei etwa 12.880 Zählern verläuft und mit ca. 40 Punkten pro Tag steigt.
Im übergeordneten Zeitfenster verläuft die Kursentwicklung des DAX seit Anfang Juni innerhalb eines flach ansteigenden Trendkanals, dessen untere Begrenzung zurzeit bei 12.450 Zählern notiert, während die Grenze auf der Oberseite bei 13.755 Punkten liegt. Pro Woche steigen die beiden Trendgeraden jeweils um weitere 50 Punkte. Sollte der Kurs aus dieser Formation nach unten herausfallen, dann würde dies unmittelbar weiteres Abwärtspotenzial bis zur 200-Tage-Linie bei aktuell 12.160 Punkten eröffnen. Auf der Oberseite fällt die aktuelle Begrenzung dagegen fast mit dem bisherigen Allzeithoch bei 13.795 Zählern zusammen.
Aus der Perspektive der Markttechnik stehen die Ampeln aktuell weiterhin auf Grün. Sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis befinden sich sämtliche Indikatoren in der Kaufzone. Damit überwiegt zurzeit die Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen setzen Konsolidierung fort

Die bereits am Wochenbeginn eingeleitete Konsolidierung am amerikanischen Aktienmarkt setzte sich auch gestern fort. Die drei führenden US-Barometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gaben zwischen 0,6 Prozent und 0,8 Prozent nach. Aus charttechnischer Sicht sind die seit dem 24. September gültigen kurzfristigen Aufwärtstrends aber weiterhin intakt. Allerdings notiert der S&P 500 mit 3489 Punkten nur noch 28 Zähler oder umgerechnet 0,8 Prozent oberhalb der Aufwärtstrendgeraden. Bei einem Fall unter diese Auffanglinie könnte der Index bis zur nächsten Unterstützung bei 3420 Punkten zurückfallen. Darunter wäre sogar ein weiterer Kursrückgang bis in den Bereich zwischen 3310 und 3330 Zählern möglich. Auf der Oberseite bleibt dagegen das bisherige Allzeithoch bei 3588 Punkten das nächste Kursziel.
Die aktuelle markttechnische Konstellation lässt einen weiteren Kursanstieg bis dorthin durchaus zu. Denn auf Tagesbasis befinden sich alle Indikatoren unverändert im Long-Modus, wobei sich inzwischen die überhitzte Situation von Anfang September etwas abgebaut hat. Und auch im Zweistunden-Chart notieren die Indikatoren durch die jüngste Konsolidierung wieder unterhalb des überkauften Bereichs, sodass jetzt erneut Aufwärtspotenzial vorhanden ist.


Im Fokus: RWE
Aktie vor epochalem Widerstand

Die Aktie des Energieversorgungsunternehmens RWE legte gestern um 1,3 Prozent zu und ging mit einem Schlusskurs von 34,39 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Wertpapier unmittelbar vor einem charttechnisch äußerst bedeutenden Widerstand im Bereich von 34,50 Euro. Dieses Kursniveau wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal erreicht. Am 21. Februar markierte RWE mit einem Schlusskurs bei 34,44 Euro den höchsten Stand seit November 2012. Nach dem Corona-Crash, in dessen Verlauf der Titel bis auf den zyklischen Tiefpunkt von 20 Euro zurückfiel, dauerte es mehrere Monate, bis die Aktie Mitte August bei 34,54 Euro auf ein neues Jahreshoch kletterte. Wenige Tage später wurde bei knapp 35 Euro sogar eine neues Verlaufshoch erzielt. In der darauffolgenden Korrektur drehte der Kurs bei 30 Euro knapp oberhalb der 200-Tage-Linie wieder nach oben ab. Inzwischen beträgt der Abstand zum langfristigen Durchschnittskurs mehr als 14 Prozent.
Sollte RWE ein Break über den epochalen Widerstand gelingen, dann würde sich aus charttechnischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial bis 50 Euro eröffnen. Das entspräche vom aktuellen Kursniveau aus gerechnet fast 50 Prozent. Vonseiten der Markttechnik steht einem weiteren Kursanstieg nichts im Weg. Denn zurzeit befinden sich alle Indikatoren in der Kaufzone, wobei nach oben noch reichlich Luft vorhanden ist.


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