TRADERS´ Briefing 526 - 14.10.2020

Index-Check: DAX
Erneuter Rückschlag für den DAX

Der DAX prallte gestern an der oberen Begrenzung der Widerstandszone zwischen 13.000 und 13.150 Punkten nach unten ab und schloss mit 13.019 Zählern nur knapp oberhalb der 13.000er-Marke. Im Tagesverlauf rutschte der deutsche Leitindex kurzzeitig sogar unter diese seit Monaten heftig umkämpfte Barriere und markierte bei 12.960 Punkten das Tagestief.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Index weiterhin in einem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal, der seinen Ursprung Ende September hat. Damit besteht weiterhin eine solide Chance für einen Ausbruch auf der Oberseite. Hierzu müsste der DAX den 13.300er-Widerstand nach oben durchbrechen. Danach würde nur noch das September-Hoch bei 13.460 Punkten den weiteren Weg zum Allzeithoch bei 13.795 Zählern versperren. Auf der Unterseite träfe der Index dagegen zwischen 12.800 und 13.000 Zählern auf eine ganze Reihe von Schlüsselunterstützungen. Sollte der DAX unter diese Sperrzone fallen, dann würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur 200-Tage-Linie bei 12.162 Punkten eröffnen.
Die Markttechnik liefert derzeit zwar noch ein bullisches Bild. Allerdings haben die Indikatoren im Zweistunden-Chart in der mittleren Kaufzone bereits stark nach unten gedreht. Zur Vermeidung von Short-Signalen müsste der DAX daher in den nächsten Tagen kräftig anziehen.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt legt Verschnaufpause ein

Nach den kräftigen Kurssteigerungen der vergangenen Wochen legten die führenden amerikanischen Börsenbarometer gestern eine kleine Verschnaufpause ein. Dabei gaben der Dow Jones und der S&P 500 jeweils um etwa 0,6 Prozent nach, während der Nasdaq 100 lediglich hauchdünn im Minus schloss. An der grundsätzlich bullischen Verfassung des US-Aktienmarktes hat die gestrige Kursentwicklung freilich wenig geändert. Im Gegenteil, durch die Ruhepause erhalten die überhitzten Indikatoren die Gelegenheit, sich abzukühlen. Dies betrifft vor allem den Random-Walk-Index und den Z-Score im Zweistunden-Chart des S&P 500. Beide Indikatoren hatten vorgestern die überkaufte Zone erreicht und drehten jetzt leicht nach unten ab. Dabei notiert der Z-Score jedoch weiterhin oberhalb der kritischen Marke von zwei Standardabweichungen. Dies deutet darauf hin, dass beim S&P 500 noch weiteres Konsolidierungspotenzial vorhanden ist.
Solange der S&P 500 dabei die seit dem 24. September gültige Aufwärtstrendgerade – die aktuell bei ca. 3445 Punkten verläuft und mit ungefähr 30 Punkten pro Tag weiter ansteigt – verteidigen kann, bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet. Dagegen müsste bei einem Break auf der Unterseite mit einem Rücksetzer bis zur nächsten markanten Unterstützung im Bereich von 3330 Zählern gerechnet werden.


Im Fokus: Aixtron
Aixtron überwindet wichtige Widerstandsebene

Das sowohl im TecDAX als auch im MDAX gelistete Elektrotechnikunternehmen Aixtron war gestern mit einem Kursanstieg von 3,1 Prozent hinter Evotec die zweitstärkste Aktie im gesamten HDAX-Universum. In den zurückliegenden beiden Wochen gehörte das Wertpapier mit einem Plus von 15 Prozent ebenfalls zu den Spitzenperformern am deutschen Aktienmarkt. Dabei prallte der Titel bereits Mitte September von der 200-Tage-Linie im Bereich von 9,50 Euro nach oben ab. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 11,88 Euro markierte Aixtron den höchsten Stand seit dem 24. Juli und überwand zugleich eine wichtige Barriere im Bereich von 11,50 Euro. Von diesem Kursniveau prallte der Kurs in den vergangenen drei Jahren mehrmals nach unten ab. Sollte der Ausbruch dieses Mal nachhaltig sein, dann würde die Aktie bei 12,86 Euro auf das bisherige Jahreshoch treffen. Darüber wäre der Weg bis zum markanten 2018er-Ziwschenhoch bei 19,50 Euro frei.
Aufgrund der Tatsache, dass der Kurs bereits seit Oktober 2018 überwiegend in einer Trading-Range zwischen acht und zwölf Euro hin und her pendelte, könnte nun die Zeit für eine substanzielle Aufwärtsbewegung reif sein. Hierauf deutet auch die Markttechnik hin. Denn der Timing-Indikator und der Random-Walk-Index haben erst in der vergangenen Woche Kaufsignale generiert und nehmen immer mehr Momentum nach oben auf.


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