TRADERS´ Briefing 525 - 13.10.2020

Index-Check: DAX
DAX knüpft an positive Tendenz der Vorwoche an

Zum Wochenstart legte der DAX in einem relativ ruhigen Handel um 0,7 Prozent zu und beendete die Sitzung bei 13.138 Punkten. Damit wurde die Notierungslücke zwischen 13.000 und 13.120 Punkten, die am 21. September durch ein Abwärts-Gap entstand, geschlossen. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt bis zum September-Hoch bei 13.460 Punkten frei. Nur 335 Punkte bzw. 2,5 Prozent darüber befindet sich bei 13.795 Zählern bereits das Allzeithoch. Unter Berücksichtigung der Kursentwicklung seit dem Tiefpunkt bei 8256 Punkten während der Corona-Krise sowie der mehr oder weniger seit Anfang Juni anhaltenden Seitwärtsbewegung eröffnet sich sogar ein weitaus größeres Aufwärtspotenzial. Nach den Regeln der Fibonacci-Extensions könnten mittelfristig Kursniveaus von 14.700 oder sogar 15.800 Punkten erreicht werden. Voraussetzung hierfür wäre jedoch, dass der deutsche Leitindex die bedeutende 13.000er-Unterstützung in den nächsten Tagen und Wochen nicht mehr unterschreitet.
Vonseiten der Markttechnik häufen sich ebenfalls die bullischen Signale. Denn der Anteil der DAX-Titel, die oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linie notieren, ist auf 77 Prozent gestiegen, nachdem der Wert zum Monatsbeginn noch bei etwa 53 Prozent notierte. In Bezug auf den GD(50) hat sich die Quote sogar von 25 Prozent auf inzwischen 70 Prozent erhöht. Hinzu kommt, dass die Indikatoren aktuell in allen Zeitebenen bullische Signale senden. Vor allem im Zweistunden-Chart weisen die Indikatoren derzeit ein hohes Aufwärtsmomentum auf, was auf kurzfristig weiter steigende Kurse hindeutet.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen im Hausse-Modus

Unter der Führung des Technologiesektors legten die Aktienkurse an den US-Börsen gestern zum Wochenstart deutlich zu. Der Nasdaq 100 erzielte mit einem Anstieg von 3,1 Prozent den größten Kursgewinn seit Ende April, wobei 93 Prozent der Indexaktien ein Plus verzeichneten. Zudem schloss das Technologiebarometer mit 12.088 Zählern erstmals seit dem 02. September wieder über der 12.000er-Marke. Zu den stärksten Aktien gehörten Apple und Amazon, die um 6,4 Prozent und 4,8 Prozent in die Höhe schossen.
Bei den beiden Blue-Chip-Barometern Dow Jones und S&P 500 fielen die Kursteigerungen mit 0,9 Prozent und mit 1,6 Prozent jeweils deutlich geringer aus. Dennoch erreichte der S&P 500 bei 3534 Zählern den zweithöchsten Schlusskurs aller Zeiten. Lediglich am 02. September lag der Schlusskurs mit 3581 Punkten um 47 Punkte höher, während das historische Verlaufshoch damals bei 3588 Zählern festgestellt wurde. Damit liegt ein neues Allzeithoch jetzt förmlich in der Luft.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik steht einem weiteren Kursanstieg derzeit nichts im Weg. Allerdings befinden sich die Indikatoren im Zweistunden-Chart teilweise bereits in der überverkauften Zone. Die Luft nach oben wird daher mit weiter steigenden Kursen immer dünner. Zwar könnte der Index in den nächsten Tagen noch auf eine neue historische Rekordmarke klettern. Danach wäre der Markt jedoch deutlich überhitzt, sodass mit einer Konsolidierung gerechnet werden müsste.


Im Fokus: Siltronic
Neuer langfristiger Aufwärtstrend ist in Greifweite

Mit einem Kursanstieg von 3,8 Prozent gehörte Siltronic gestern zu den stärksten Aktien im gesamten HDAX-Universum. Auch in den zurückliegenden zwei Wochen war Siltronic mit einem Kursaufschlag von ungefähr 16 Prozent einer der Top-Performer am deutschen Aktienmarkt. Hierdurch hat sich auch das Chartbild erheblich aufgehellt. Denn die Aktie befindet sich seit März 2018 in einem langfristigen Abwärtstrend, der beim Allzeithoch von ca. 160 Euro begann. Im Zuge der Corona-Krise erreichte das Wertpapier im Bereich von 46,50 Euro ein zyklisches Tief. Von dort begann eine Zwischen-Rallye, die den Kurs innerhalb von zwei Monaten bis auf 100 Euro nach oben hievte. Anfang Juni startete eine weitere Abwärtswelle, die Ende September bei knapp 70 Euro gestoppt wurde. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 86,78 Euro wurde die seit Juni gültige Abwärtstrendgerade nach oben durchstoßen. Gleichzeitig bestätigte der Titel den bereits in der vergangenen Woche erfolgten Break über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 82,65 Euro verläuft. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt bis zur langfristigen Abwärtstrendgeraden frei. Diese notiert derzeit bei 96 Euro und fällt mit ca. einem halben Euro pro Woche. Sollte auch diese Barriere nach oben durchbrochen werden, dann könnte sich hieraus ein neuer langfristiger Aufwärtstrend entwickeln.
Unterstützung erhält Siltronic durch die Markttechnik. Denn der Random-Walk-Index und der Z-Score haben erst am vergangenen Donnerstag Kaufsignale generiert, während sich der Timing-Indikator unmittelbar vor der Kaufzone befindet. Damit überwiegt derzeit die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung.


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