TRADERS´ Briefing 524 - 12.10.2020

Index-Check: DAX
DAX verteidigt 13.000er-Marke

Mit einem marginalen Kursanstieg von neun Punkten bzw. 0,1 Prozent verabschiedete sich der DAX am vergangenen Freitag in das Wochenende. Auf Wochensicht legte der deutsche Leitindex damit immerhin um 362 Zähler oder umgerechnet 2,9 Prozent zu. Zugleich eroberte das Barometer mit einem Schlusskurs von 13.051 Punkten die seit drei Monaten hart umkämpfte 13.000er-Marke zurück. Auf der Oberseite stellen sich dem DAX jetzt gleich mehrere bedeutende Barrieren in den Weg. Zum einen befindet sich zwischen 13.000 und 13.120 Punkten die Notierungslücke, die durch das Abwärts-Gap am 21. September entstand. Zum anderen trifft der Index darüber zwischen 13.230 und 13.500 Punkten auf ein weiteres massives Gap, das am 24. Februar den Corona-Crash einleitete. Bei einem Break über diese Sperrzone läge das Allzeithoch bei 13.795 Zählern in Greifweite.
Aus markttechnischer Sicht werden zurzeit ebenfalls weiter steigende Kurse signalisiert. Denn aktuell notieren 73 Prozent der Indexaktien oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linie und 67 Prozent der Titel über dem GD(50). Zugleich befinden sich alle Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Long-Modus. Dabei generierten die Indikatoren im Zweistunden-Chart erst am vergangenen Mittwoch neue Kaufsignale und signalisieren damit einen möglichen kurzfristigen Ausbruch auf der Oberseite.


Index-Check: S&P 500
US-Aktienbarometer auf dem Weg zu neuen Allzeithochs

Die drei führenden amerikanischen Aktienindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 knüpften am vergangenen Freitag an die positive Performance der Vortage an und legten zwischen 0,6 Prozent und 1,5 Prozent zu, wobei das Technologiebarometer ganz klar die Nase vorne hatte. Für die gesamte zurückliegende Handelswoche betrugen die Kursgewinne zwischen 3,3 Prozent und 4,2 Prozent. Dabei erzielte der S&P 500 mit einem Kursanstieg von 3,9 Prozent das beste Wochenergebnis seit Anfang Juli. Aus charttechnischer Sicht bestätigte das Blue-Chip-Barometer mit dem Schlusskurs von 3477 Punkten den am Donnerstag erfolgten Ausbruch über den 3430-Punkte-Widerstand. Damit ist der Weg zur historischen Bestmarke, die am 02. September bei 3588 Zählern markiert wurde, frei.
Dabei wird der Index auf dem weiteren Weg nach oben durch eine breite Basis unterstützt. Denn in der vergangenen Woche konnten alle wichtigen Sektor-Indizes Kursgewinne erzielen. Sowohl der Halbleiterindex als auch das Transportbarometer erreichten sogar neue historische Höchststände. Hinzu kommt, dass jeweils etwa 70 Prozent der Index-Titel oberhalb der 200-Tage-Linie oder wenigstens über der 50-Tage-Linie notieren.
Daneben befinden sich zurzeit alle Indikatoren auf bullischem Territorium. Vor allem die Indikatoren im Zweistunden-Chart signalisieren mit einem hohen Aufwärtsmomentum noch weiteres Aufwärtspotenzial. Lediglich durch einen nachhaltigen Rücksetzer unter die 3430-Punkte-Unterstützung würde sich das aktuell bullische technische Bild erneut eintrüben.


Im Fokus: Eckert & Ziegler
Allzeithoch im Visier

Das im TecDAX gelistete Medizintechnikunternehmen Eckert & Ziegler legte am vergangenen Freitag um 1,9 Prozent zu und markierte bei 45,26 Euro den höchsten Schlusskurs seit dem 21. Februar. Gleichzeitig durchbrach die Aktie damit die wichtige Widerstandszone zwischen 40 und 45 Euro – wenn auch nur ganz knapp. Diese Barriere wird zum einen durch das Abwärts-Gap vom 24. Februar und zum anderen durch das markante Zwischenhoch von Ende Juli definiert. Sollte der Ausbruch in dieser Woche durch einen weiteren Kursanstieg bestätigt werden, dann wäre der Weg bis zum Allzeithoch, das am 05. Dezember 2019 bei 51,50 Euro markiert wurde, frei.
Aus charttechnischer Sicht stehen die Chancen zum Erreichen einer neuen historischen Bestmarke sehr gut. Denn nach dem Corona-Crash, in dessen Verlauf Eckert & Ziegler bis auf ein Tief bei 22,50 Euro abstürzte, hat sich der Kurs bereits wieder verdoppelt. Dabei verläuft die Kursentwicklung seit Anfang April innerhalb eines mustergültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen untere Begrenzung befindet sich derzeit im Bereich von 39 Euro, knapp darüber notiert bei 39,20 Euro die 200-Tage-Linie. Solange diese Unterstützung nicht nach unten durchbrochen wird, bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet.
Unterstützt wird das Wertpapier ebenfalls durch die Markttechnik. Denn auf Tagesbasis befinden sich bereits seit Mitte Juni alle Indikatoren im Long-Modus, ohne bislang überhitztes Niveau erreicht zu haben.


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