TRADERS´ Briefing 523 - 09.10.2020

Index-Check: DAX
DAX schließt erneut oberhalb der 13.000er-Marke

Der DAX schloss gestern den vierten Tag in Folge mit einem Kursgewinn und überwand mit dem Schlusskurs von 13.042 Punkten erneut den hartnäckigen Widerstand bei 13.000 Punkten. In den vergangenen drei Monaten kreuzte der deutsche Leitindex diese charttechnisch wichtige Marke damit bereits zum sechsten Mal nach oben, womit diesem Kursniveau eine hohe Bedeutung zukommt. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, dass der DAX das hohe Momentum für weitere Kursgewinne nutzen kann. Denn zwischen 13.000 und 13.150 Punkten befindet sich eine Notierungslücke, die durch das Abwärts-Gap am 21. September entstand und eine weitere wichtige Barriere darstellt. Sollte auch dieses Hindernis aus dem Weg geräumt werden, dann wäre das nächste Kursziel das September-Hoch bei 13.460 Zählern. Darüber würde das Allzeithoch im Bereich von 13.795 Punkten in den Fokus rücken.
Vonseiten der Markttechnik deutet derzeit alles auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung hin. Denn auf Tagesbasis befinden sich alle Indikatoren bereits seit Anfang Juni im Long-Modus. Und auf Intraday-Basis haben die Indikatoren am Dienstag dieser Woche auf Kauf gedreht. Daher sollte es nicht verwundern, wenn beim DAX in den nächsten Wochen ein neues Allzeithoch auf dem Kurszettel erscheinen würde.


Index-Check: S&P 500
US-Aktienbarometer weiterhin im Aufwind

In Amerika nutzten die führenden Börsenbarometer das positive Momentum vom Mittwoch gestern für weitere Kursanstiege. Die drei Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 legten zwischen 0,4 Prozent und 0,8 Prozent zu. Das Small-Cap Barometer Russell 2000 stieg sogar um 1,1 Prozent an. Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild damit auf breiter Front weiter aufgehellt, sodass die Indizes jetzt erneut in Richtung Allzeithoch durchmarschieren könnten. Hierzu passt, dass jetzt zwei Tage in Folge alle Branchenbarometer Kursgewinne verbuchen konnten, wodurch die Aufwärtsbewegung zusätzlich an Breite gewinnt.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 markierte mit einem Schlusskurs von 3447 Punkten den höchsten Stand seit dem 03. September. Bis zum Allzeithoch von 3588 Zählern fehlen jetzt nur noch 140 Punkte oder umgerechnet vier Prozent. Auch die Saisonalität spricht derzeit für weiter steigende Kurse. Denn in amerikanischen Wahljahren beginnt oftmals ab Mitte Oktober eine Vorwahl-Rallye. Hinzu kommt die ab Oktober üblicherweise einsetzende positive saisonale Phase, die mit wenigen Unterbrechungen bis zum April des Folgejahres anhalten kann.
Unterstützung erhält der Index zudem durch die Markttechnik. Denn zurzeit befinden sich die Indikatoren in allen Zeitebenen im Long-Modus, wobei insbesondere die Indikatoren im Zweistunden-Chart zurzeit ein hohes Aufwärtsmomentum besitzen.


Im Fokus: BASF
Aktie des Chemieriesen unmittelbar vor Ausbruch auf der Oberseite

In den zurückliegenden fünf Handelstage gehörte die Aktie von BASF mit einem Kursanstieg von mehr als elf Prozent zu den Top-Performern unter den 30 DAX-Titeln. Gestern sattelte das Wertpapier in einem insgesamt bullischen Umfeld 2,7 Prozent auf und schob sich mit dem Schlusskurs von 57,20 Euro unmittelbar vor einen charttechnisch sehr bedeutenden Widerstand. Dieser wir durch die markanten Tiefpunkte vom Februar 2016, Dezember 2018 und August 2019 definiert. Zudem prallte die Aktie Anfang Juni von diesem Kursniveau nach unten ab.
Unterstützend wirkt die Tatsache, dass der Kurs zum Beginn dieser Woche die 200-Tage-Linie im Bereich von 52,20 Euro überkreuzte. Seitdem baute die Aktie den Abstand zur langfristigen Durchschnittslinie auf knapp zehn Prozent aus und gehört damit zu den trendstärksten DAXaktien. Bei einem nachhaltigen Ausbruch über den Widerstandsbereich von 57 bis 58 Euro träfe BASF bei ungefähr 61 Euro auf die seit Februar 2019 gültige Abwärtstrendgerade. Darüber würde sich mittelfristig weiteres Aufwärtspotenzial bis zur nächsten markanten Barriere bei etwa 70 Euro eröffnen.
Positive Signale sendet auch die Markttechnik. Denn sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score haben erst in dieser Woche neue Kaufsignale generiert, während der Timing-Indikator bereits seit Ende August im Long-Modus verharrt. Damit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Ausbruch nach oben gelingen wird.


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