TRADERS´ Briefing 522 - 08.10.2020

Index-Check: DAX
DAX setzt Aufwärtsbewegung fort

Der DAX setzte gestern seine Aufwärtsbewegung trotz zwischenzeitlicher Irritationen durch diverse Trump-Tweets fort. Dabei fiel der deutsche Leitindex in der ersten Sitzungshälfte bis auf ein Tagestief von 12.837 Punkten und verteidigte damit die wichtige 12.800er-Unterstützung. Anschließend erholte sich das Barometer kontinuierlich bis auf den Schlusskurs von 12.929 Zählern. Hierdurch markierte der DAX immerhin das höchste Schlusskursniveau seit dem Fall unter die 13.000er-Marke am 21. September. Sollte in den nächsten Tagen die Notierungslücke vom gleichen Tag zwischen 13.000 und 13.120 Punkten nach oben durchbrochen werden, dann wäre das nächste Kursziel das September-Hoch bei 13.460 Punkten. Darüber würde das bisherige Allzeithoch bei 13.795 Zählern in den Fokus rücken. Bei einem Scheitern auf der Oberseite würde sich dagegen die seit knapp drei Wochen anhaltende Seitwärtsphase zwischen 12.500 und 12.950 Punkten fortsetzen.
Das markttechnische Bild spricht derweil für weiter steigende Kurse. Denn im Zweistunden-Chart generierten gestern der Timing-Indikator, der Random-Walk-Index und der Z-Score neue Kaufsignale. Damit könnte die Korrektur, die am 18.September eingeleitet wurde, unmittelbar vor ihrem Ende stehen.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen von Trump-Tweet erholt

Nachdem US-Präsident die amerikanischen Aktienmärkte am Dienstagabend mit einem einzigen Tweet in den Keller geschickt hatte, setzte bereits gestern wieder auf breiter Front eine Erholung an den US-Börsen ein. Die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 stiegen jeweils um etwa 1,8 Prozent an. Der Blue-Chip-Index S&P 500 markierte mit dem Schlusskurs von 3419 Punkten den höchsten Schlusskurs seit dem 04. September. Damit hat sich das Barometer erneut bis an den oberen Rand der charttechnisch bedeutenden Widerstandszone zwischen 3410 und 3425 Punkten herangeschoben. Sollte hier ein Break nach oben gelingen, dann wäre der Weg zur historischen Bestmarke, die am 02. September bei 3588 Zählern gesetzt wurde, frei.
Bei einem erneuten Abprall nach unten müsste dagegen mit einem weiteren Test der Auffangzone im Bereich von 3320 Punkten gerechnet werden. Darunter erstreckt sich bis 3300 Punkte eine Notierungslücke, die durch das Aufwärts-Gap vom 28. September entstand. Sofern diese Unterstützung nach unten durchstoßen würde, läge das nächste Kursziel auf der Unterseite erst wieder bei 3200 Zählern.
Vonseiten der Markttechnik signalisieren die bullischen Indikatoren im Zweistunden-Chart jedoch kurzfristig weiter steigende Kurse. Daher könnte in Kürze für den S&P 500 ein neues Allzeithoch auf dem Kurszettel erscheinen.


Im Fokus: Nordex
Aktie mit fulminantem Ausbruch auf der Oberseite

Die Aktie des Windanlagenherstellers Nordex legte gestern um 2,2 Prozent zu, nachdem der Kurs bereits am Dienstag ein Plus von über acht Prozent erzielt hatte. In den zurückliegenden sechs Handelstagen konnte das Wertpapier jeden Tag Kursgewinne erzielen. Mit einem Kursanstieg von 23 Prozent ist Nordex für diesen Zeitraum unangefochtener Spitzenreiter im Performance-Ranking aller HDAX-Aktien. Dabei durchbrach die Aktie die seit Anfang 2016 gültige Abwärtstrendgerade im Bereich von elf Euro nach oben. Zuvor war ein Ausbruchsversuch Mitte September durch einen Rücksetzer vom Zwischenhoch bei zwölf Euro bis auf fast zehn Euro noch gescheitert.
Mit dem gestrigen Schlusskurs von 13,22 Euro kann inzwischen von einem nachhaltigen Break auf der Oberseite gesprochen werden. Zum einen schloss der Titel damit auf dem höchsten Kursniveau seit Juli 2019. Zum anderen baute die Aktie den Abstand zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 9,88 Euro verläuft, auf 34 Prozent aus. In vergleichbaren Hausse-Phasen der Vergangenheit erreichte dieser Indikator Werte zwischen 50 und 100 Prozent. Luft nach oben ist daher noch ausreichend vorhanden. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der nächste Widerstand jetzt im Bereich von knapp 16 Euro. Darüber liegt das nächste Kursziel bei ungefähr 20 Euro.
Aus der Perspektive der Markttechnik hat Nordex ebenfalls kräftigen Rückenwind. Denn die Indikatoren befinden sich seit dem kräftigen Aufwärtsimpuls von Anfang August im Kaufmodus, ohne bislang überhitztes Niveau erreicht zu haben. Daher überwiegt zurzeit die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.


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