TRADERS´ Briefing 521 - 07.10.2020

Index-Check: DAX
DAX peilt 13.000-Punkte-Marke an

Der DAX knüpfte gestern nahezu nahtlos an die gute Performance vom Montag an. Nach einem etwas holprigen Start stieg der deutsche Leitindex ab der zweiten Handelsstunde vom Tagestief bei 12.780 Punkten kontinuierlich bis zum Sitzungsende auf 12.906 Zähler. Dabei verpasste das Barometer mit dem Tageshoch von 12.966 die runde 13.000er-Marke nur um wenige Punkte. In den nächsten Tagen wird es entscheidend darauf ankommen, ob der DAX die Widerstandszone zwischen 13.000 und 13.120 Punkten überwinden kann. In dieser Sperrzone befindet sich die Notierungslücke, die am 21. September durch ein Abwärts-Gap gerissen wurde. Darüber versperrt nur noch das Zwischenhoch von Anfang September bei ca. 13.460 Punkten den weiteren Weg zum Allzeithoch, das am 13. Februar bei 13.795 Punkten markiert wurde. Sollte der Index jedoch am 13.000-Punkte-Widerstand erneut nach unten abprallen, dann würde sich vorerst die jüngste Seitwärtsphase in den Grenzen zwischen 12.500 und 12.950 Punkten fortsetzen. Bei einem Bruch der unteren Begrenzung wäre sogar ein Test der 200-Tage-Linie bei aktuell 12.169 Punkten wahrscheinlich.
Vonseiten der Markttechnik signalisieren die bullischen Indikatoren auf Tagesbasis mittelfristig jedoch weiter steigende Kurse, sodass in diesem Jahr sogar noch eine neue historische Bestmarke erreicht werden könnte. Und auch auf Zweistunden-Basis generierten der Z-Score und der Random-Walk-Index gestern Kaufsignale, während der Timing-Indikator bei steigender Tendenz noch in der Verkaufszone notiert. Die Chancen für einen Ausbruch auf der Oberseite stehen derzeit deshalb sehr gut.


Index-Check: S&P 500
US-Präsident schickt Aktienmarkt in den Keller
Bis etwa eine Stunde vor Handelsende zeichnete sich gestern in Amerika ein weiterer positiver Handelstag für die drei führenden US-Börsenbarometer ab, als US-Präsident den Stopp der Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über ein neues Hilfspaket via Twitter verkündete. Innerhalb von wenigen Minuten sackten daraufhin der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 jeweils um etwa zwei Prozent ab. Zum Handelsschluss notierten die drei Barometer zwischen 1,3 Prozent und 1,9 Prozent im Minus.
Der Blue-Chip-Index S&P 500 fiel mit dem Schlusskurs von 3361 Punkten sogar unter die seit dem 24. September gültige Aufwärtstrendgerade. Damit könnte die Erholungsbewegung, die auf die September-Korrektur folgte, gestoppt worden sein. Hinzu kommt, dass der Index punktgenau am Widerstand bei 3430 Zählern nach unten abprallte. Damit ist seit dem 09. September der dritte Anlauf für einen Ausbruch auf der Oberseite gescheitert. Hierdurch eröffnet sich jetzt auf der Unterseite weiteres Abwärtspotenzial bis 3330 Punkte. Sollte auch dieses Kursniveau nach unten durchstoßen werden, dann läge das nächste Kursziel erst wieder im Bereich von 3200 Punkten. Darunter befindet sich bei 3114 Zählern mit der 200-Tage-Linie eine weitere trendentscheidende Unterstützung.
Aus der Perspektive der Markttechnik stehen die Ampeln allerdings nach wie vor auf Grün. Denn weder auf Tagesbasis noch im Zweistunden-Chart konnten die Indikatoren bislang auf den plötzlichen Kursrückgang reagieren. Diese Eintrübung der markttechnischen Situation dürfte jedoch in der heutigen Sitzung nachgeholt werden, sofern der S&P 500 im Bereich des Schlusskursniveaus oder darunter verharrt.


Im Fokus: Deutsche Bank
Deutsche Bank überkreuzt erneut 200-Tage-Linie
In den zurückliegenden fünf Handelstagen war der Bankensektor auf Basis des Branchenindex für die Banken aus der Stoxx-Europe-600-Familie mit einem Kursanstieg von 6,4 Prozent der Top-Gewinner unter den 19 Sektor-Indizes. Gestern führte die Branche mit einem Plus von 3,4 Prozent ebenfalls die Gewinnerliste an. Hiervon konnte auch die Aktie der Deutschen Bank profitieren, die mit einem Kursgewinn von 5,7 Prozent die Performance-Liste unter den DAX-Titeln anführte. Gleichzeitig überkreuzte das Wertpapier mit dem Schlusskurs von 7,78 Euro erneut die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 7,55 Euro verläuft. Im laufenden Börsenjahr kreuzte der Kurs damit den GD(200) bereits zum siebten Mal.
Hinzu kommt, dass die Aktie aus charttechnischer Sicht immer weiter in die Spitze eines charttechnischen Dreiecks hineinläuft. Dieses wird durch die seit Mitte Februar gültige Abwärtstrendgerade und die von Mitte März stammende Aufwärtstrendgerade aufgespannt. Auf der Oberseite verläuft die Begrenzung zurzeit im Bereich von 8,50 Euro, während die korrespondierende Grenze auf der Unterseite bei 6,90 Euro notiert. Der Schnittpunkt beider Linien erfolgt Mitte Dezember bei ca. 8,05 Euro. Sollte die Deutsche Bank das aktuell starke Aufwärtsmomentum nutzen können, um nach oben auszubrechen, dann würde sich unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Jahreshoch bei 10,37 Euro eröffnen.
Aus markttechnischer Sicht hat sich die Lage in den vergangenen Tagen zwar aufgehellt, allerdings notiert bislang nur der Z-Score im Long-Modus. Dagegen dürfte es beim Timing-Indikator und beim Random-Walk-Index noch ein paar Tage bis zum Erreichen der Kaufzone dauern. Solange bis dahin die Unterstützung im Bereich von 7,50 Euro erfolgreich verteidigt werden kann, bleibt die Chance auf einen nachhaltigen Ausbruch nach oben erhalten.

 


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