TRADERS´ Briefing 520 - 06.10.2020

Index-Check: DAX
DAX schließt erneut über 12.800er-Widerstand

Der DAX startete gestern bei 12.824 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von 135 Punkten bzw. 1,1 Prozent in die neue Handelswoche. Danach setzte der deutsche Leitindex zwar etwas zurück, konnte sich jedoch bis zum Sitzungsende bis auf einen Schlusskurs von 12.828 Zählern erholen. Das Tageshoch lag mit 12.842 Punkten übrigens nur wenige Punkte höher. Der Kursanstieg von 1,1 Prozent wurde von einer breiten Basis getragen, denn 24 der insgesamt 30 DAX-Titel beendeten den Handel im Plus.
Auch das charttechnische Bild hat sich signifikant verbessert, wobei der DAX inzwischen an einem wichtigen Punkt angekommen ist. Denn knapp oberhalb des gestrigen Schlusskurses befindet sich bei ungefähr 12.870 Punkten ein bedeutender charttechnischer Widerstand, der sich seit dem 21. September herausgeschält hat. Sollte diese Barriere in dieser Woche geknackt werden, dann würde die nächste Widerstandszone zwischen 13.000 und 13.120 Punkten in den Fokus rücken. Danach wäre der Weg zum Allzeithoch bei 13.795 Zählern nur noch durch das Septemberhoch bei 13.460 Punkten versperrt.
Vonseiten der Markttechnik ist ein Ausbruch auf der Oberseite allerdings alles andere als sicher. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich nach wie vor überwiegend im Short-Modus – wenn auch nur sehr knapp. Daher könnte sich die Seitwärtsphase der zurückliegenden beiden Wochen zwischen 12.400 und 12.870 Punkten in den nächsten Tagen noch fortsetzen.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Aktien steigen auf breiter Front

In Amerika befanden sich die Aktienmärkte gestern von Beginn an in Hausse-Laune. Die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 starteten jeweils mit Aufwärts-Gaps in die neue Handelswoche und beendeten die Sitzung mit Kursgewinnen zwischen 1,7 Prozent und 2,3 Prozent. Noch stärker stiegen sogar die im Russell 2000 zusammengefassten Small Caps, die im Durchschnitt um 2,8 Prozent zulegten.
Der Blue-Chip-Index S&P 500 schloss bei 3408 Punkten auf dem höchsten Stand seit Mitte September. Damit notiert das Barometer unmittelbar vor der bedeutenden Widerstandszone zwischen 3420 und 3430 Punkten. Bei einem Break über diese Barriere wäre der Weg zum Allzeithoch, das am 02.September bei 3588 Zählern markiert wurde, fast frei. Lediglich ein kleinerer Widerstand bei ungefähr 3480 Punkten könnte dem S&P 500 den weiteren Anstieg noch etwas erschweren. Hinzu kommt, dass sich seit dem temporären Tiefpunkt vom 24. September bei 3210 Punkten ein solider Aufwärtstrend entwickelt hat, dessen untere Begrenzung zurzeit bei etwa 3365 Punkten verläuft. Solange diese Auffanglinie nicht unterschritten wird, bleiben die Trendpfeile uneingeschränkt in allen Zeitebenen nach oben gerichtet.
Auch die Markttechnik sendet seit gestern wieder vollumfänglich bullische Signale. Denn im Zweistunden-Chart notieren erneut alle Indikatoren im Long-Modus, nachdem der Random-Walk-Index gestern ein Kaufsignal generierte und die anderen Indikatoren bereits Ende der vergangenen Woche in den Long-Modus gedreht haben.


Im Fokus: K+S
Charttechnischer Befreiungsschlag fundamental untermauert

Das auf Kali- und Salzförderung spezialisierte Bergbauunternehmen K+S sprang gestern um 15 Prozent in die Höhe, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern das amerikanische Salzgeschäft für deutlich mehr Geld losschlagen kann als ursprünglich gedacht. Damit könnte dem hochverschuldeten Unternehmen ein Neustart gelingen.
Aus charttechnischer Sicht hat sich die Aktie mit dem Schlusskurs von 6,98 Euro in eine aussichtsreiche Position manövriert. Zunächst wurde erstmals seit Mai 2019 erneut die 200-Tage-Linie überwunden, die aktuell bei 6,79 Euro verläuft. Zugleich erreichte K+S mit einem Tageshoch von 7,30 Euro fast die bedeutende Widerstandslinie bei 7,45 Euro. Dieses Kursniveau wurde seit Ende Februar nicht mehr überschritten. Sollte hier in den nächsten Tagen auf der Oberseite ein Break gelingen, dann könnte dies den Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends bedeuten, der zudem fundamental untermauert wäre. Dabei läge das nächste Kursziel bei 14 Euro, darüber würde sich sogar weiteres Aufwärtspotenzial bis ungefähr 25 Euro eröffnen. Das bisherige Allzeithoch wurde übrigens im Juni 2008 bei 97,35 Euro markiert. Damals war die Aktie noch im DAX gelistet und wechselte erst 2016 in den MDAX.
Das markttechnische Bild hat sich ebenfalls deutlich aufgehellt. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis befinden sich nach dem gestrigen Aufwärtsimpuls alle unmittelbar vor der Generierung von Kaufsignalen. Damit stehen die Chancen für einen Ausbruch nach oben aktuell sehr gut.


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