TRADERS´ Briefing 571 - 16.12.2020

Index-Check: DAX
Dax überwindet erneut 13.300-Punkte-Widerstand

Nach dem Bilderbuchstart zum Wochenbeginn setzte der Dax gestern die Aufwärtsbewegung mit erhöhter Dynamik fort und überwand zum vierten Mal innerhalb der zurückliegenden drei Wochen mit einem Schlusskurs von 13.363 Zählern die seit Juli hart umkämpfte 13.300er-Marke. Sollte dieses Mal ein nachhaltiger Ausbruch auf der Oberseite gelingen, dann wäre das nächste Kursziel das bisherige Allzeithoch vom 17. Februar dieses Jahres bei 13.795 Punkten. Darüber würde sich die weitere Kursentwicklung an den runden Tausendermarken orientieren, sodass ein Kursniveau von mehr als 14.000 Punkten bis zum Jahresende durchaus möglich erscheint. Dagegen müsste bei einem erneuten Unterschreiten von 13.300 Punkten mit einem weiteren Test der Unterstützung bei 13.000 Zählern gerechnet werden. Darunter läge die nächste Auffangzone erst wieder zwischen 12.600 und 12.700 Punkten.
Allerdings zeichnet sich vonseiten der Markttechnik derzeit eher eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung ab. Zum einen hält die Konsolidierung nach der Zehn-Prozent-Rallye vom Monatswechsel Oktober/November bereits seit mehr als vier Wochen an, sodass ein Ausbruch aus dem Seitwärtstrendkanal zwischen 13.000 und 13.300 Punkten bereits überfällig ist. Zum anderen befinden sich derzeit alle Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis in der Kaufzone. Damit überwiegen derzeit die Chancen für einen Ausbruch nach oben.


Index-Check: S&P 500
Trendpfeile in Amerika bleiben aufwärts gerichtet

In Amerika befanden sich die drei führenden Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gestern von Beginn an im Aufwärtsmodus. Der Blue-Chip-Index S&P 500 startete bei 3666 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von 20 Punkten bzw. 0,5 Prozent. Danach holte der Index nochmals kurz Luft und stieg anschließend bis zum Sitzungsende kontinuierlich bis auf 3695 Zähler an, was einem Kursgewinn von 1,3 Prozent entspricht. Immerhin markierte das Barometer damit den dritthöchsten Schlussstand aller Zeiten. Der bisherige Schlussrekord lag am 08. Dezember bei 3702 Punkten. Aus charttechnischer Sicht verteidigte der S&P 500 den seit Anfang November bestehenden Aufwärtstrend. Denn die Aufwärtstrendgerade des Trendkanals verläuft aktuell bei ca. 3658 Punkten und steigt pro Tag mit ca. 15 Punkten an. Auf der Oberseite besteht zurzeit weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 3800 Punkte. Darüber könnte im Zuge einer Jahresend-Rallye sogar die runde 4000er-Marke geknackt werden.
Unterstützung erhält der S&P 500 weiterhin durch die Markttechnik. Aktuell senden die Indikatoren in allen Zeitebenen unverändert Kaufsignale. Dabei haben sich im Zweistunden-Chart sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score im Zuge der Konsolidierung in der vergangenen Woche etwas abgekühlt. Damit ist nun auch aus diesem Blickwinkel erneut frisches Aufwärtspotenzial vorhanden.


Im Fokus: Volkswagen
Autoaktie startet durch

Nachdem die Sondersitzung bei Volkswagen am Montag für Vorstand und Aufsichtsrat relativ harmonisch verlaufen war, gab es bei der Aktie gestern kein Halten mehr. Der Kurs sprang gleich zum Handelsstart um 1,5 Prozent nach oben und baute diesen Gewinn im Tagesverlauf kontinuierlich auf 7,6 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 150,32 Euro aus. Damit beendete der Titel die jüngste Korrektur, die seit dem 25. November zu einem Kursrückgang vom Zwischenhoch bei 156,68 Euro bis zu einem Tief bei 139,64 Euro geführt hatte. Zugleich wurde mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls die Gefahr eines Absackens unter die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 134,04 Euro verläuft, gebannt.
Auf der Oberseite trifft der Kurs dagegen bei knapp 157 Euro auf eine charttechnisch bedeutende Barriere, die bereits seit Mitte 2015 – damals wurde dieses Kursniveau mit einem massiven Abwärts-Gap nach unten durchbrochen – eine wichtige Rolle spielte. Bei einem Break auf der Oberseite würde sich daher unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zu den Hochpunkten aus 2018 und 2019 im Bereich von 187 Euro eröffnen.
Das markttechnische Bild spricht ebenfalls für steigende Kurse. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis befinden sich zurzeit noch am unteren Rand der Kaufzone. Daher ist nach oben noch reichlich Luft vorhanden.

 

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