Ausbruch nach oben – wie weit kann es gehen?

fm® Trading Ideas  | 20.06.12

Das hatte gestern durchaus gesessen: Am Nachmittag schoss der DAX nach oben, obwohl es weder auf der Sorgen-Seite um Spanien noch auf der konjunkturellen Front irgendeine Form der Entlastung gegeben hätte. Vielmehr setzen die Märkte darauf, dass sowohl die Fed in den USA als auch die EZB Maßnahmen ergreifen werden. Maßnahmen bedeuten in diesem Fall mehr Geld und mehr Geld schmiert die Märkte. Vielleicht werden sich einige Marktteilnehmer aber auch bewusst, wie US-Wahljahre sehr häufig verlaufen.

 
Im Gegensatz zu klassischen Aktienjahren heißt es da statistisch eher selten Sell in May an go away, sondern legen die Indizes über den Sommer häufiger zu. Heute morgen jedenfalls hält sich der DAX wiederum wacker, notiert mit 6350 Punkten fast auf dem Schlussstand von gestern. Aus den USA kommt ein Plus von 1,2 Prozent an der Nasdaq, der Dow wirft 0,8 Prozent Plus ins Rennen. Gesucht waren hier vor allem zyklische Titel aus dem Bereich Aluminium und Bau wie Caterpillar oder Alcoa, aber auch Microsoft, denen die Investoren nach der Präsentation des Tablet offenbar einiges zutrauen. Ein Blick auf die Datenseite: Heute stehen um 13 Uhr die MBA Hypothekenanträge an, dazu beginnt um 15 Uhr die Fed-Sitzung. Um 20.15 Uhr gibt es dann das wohl unveränderte Sitzungsergebnis der Fed. Spannend werden aber die Zwischentöne zur weiteren Geldpolitik in den USA. Wie immer am Mittwoch gibt es um halb fünf den Ölmarktbericht der Woche. Hier wird es ebenfalls spannend, denn mit ein wenig Unterstützung könnten sowohl WTI als auch Brent ihre Bodenbildungsphase beenden und wieder höhere Kursniveaus ansteuern.

Beim Euro stehen 1,2686 Dollar heute früh an, er notiert fast unverändert. Der CeFDex-Sentiment-Index zeigt hier einen Wert von minus 0,39, man geht also von eher fallenden Euro-Kursen aus. Besonders auffällig ist der Wert auch bei der Aktie der Commerzbank. Mit 0,93 überwiegt hier klar der Optimismus. Ein Blick noch auf Unternehmensnews aus Europa: Die Nachrichten von Danone gestern zeigen, dass sich nicht einmal mehr Konsumgüterhersteller der Krise in Südeuropa entziehen können. Entsprechend wurde die Aktie mit einem fetten Minus abgestraft.


Hartmut Schneider
CeFDex Market Research für flatex markets®

CeFDex AG
Wertpapierhandelsbank
Frankfurt/ Main

www.cefdex.de