Technisch schaut es für den EUR/USD nicht gut aus, aber das Sentiment könnte für Überraschungen sorgen…

Eine spannende Handelswoche kommt zum Ende und eine vielleicht noch spannendere Handelswoche steht vor der Tür. Der griechische, von vielen Analysten so bezeichnete, Super-Gau ist ausgeblieben, die griechische Bevölkerung hat für einen eher pro-europäischen Kurs ihrer Regierung gestimmt. Allerdings bleibt es dabei, dass man sich tendenziell eher auf dem gleichen Stand wie vor gut sieben Wochen bewegt und wir keine weitreichenden Veränderungen im Bezug auf die griechische Schuldenproblematik zu sehen bekommen haben.

 Identisches lässt sich zur weiteren Geldpolitik der FED sagen, die entschied ihre Operation Twist bis Ende 2012 auszudehnen und somit alles beim Alten zu belassen. Vielleicht auch deshalb hatte der Euro am Donnerstag einen rabenschwarzen Tag, der aus technischer Sicht die Richtung für die kommende Woche vorgeben könnte. Zum Ende der Handelswoche notierte das Währungspaar bei 1,2566 US-Dollar.
Im Tageschart des EUR/USD sind einige Komponenten ersichtlich, die den Vorteil für die kommende Handelswoche in Richtung Short verschieben. Übergeordnet bewegen wir uns weiterhin in einem intakten Abwärtstrendkanal, der eingangs erwähnte Handelsverlauf vergangene Woche Donnerstag hat ein Beraish Engulfing in Verbindung mit einer Top-Bildung im (15, 5, 5)-Slow Stochastic entstehen lassen. Ein bearishes Signal. Eine Attacke auf die Region zwischen 1,2430 / 50 US-Dollar und ein Unterschreiten dieser, würde einen Verkauf des EUR/USD in Richtung 1,2287 US-Dollar bedeuten. Ein Bruch des aktuellen Jahrestiefs würde einen Verkauf des Währungspaars in Richtung des Jahrestiefs aus 2010 um 1,1870 USD begünstigen. Eine Aufhellung des Chart-Bildes bekommen wir erst mit dem nachhaltigen Überwinden des Vorwochenhochs bei 1,2748 US-Dollar zu sehen, eine Attacke auf die Region um 1,2823 US-Dollar wäre wohl die Folge.
An das bullishe Szenario anknüpfend lohnt ein Blick auf das aktuelle Sentiment. So bleibt es dabei, dass ein eventuell einsetzendes Short-Covering der Non Commercials tatsächlich eine bullishe Bewegung begünstigen könnte. Das ist besonders deshalb erwähnenswert, weil viele sich vermutlich die Frage stellen dürften, wo denn infolge der sich ausdehnenden europäischen Schuldenkrise auf Spanien und Italien die Euro -Nachfrage herkommen soll.
Auch der Speculative Sentiment Index von FXCM favorisiert tatsächlich eher ein bullishes Szenario. Das aktuell eher einseitige Retail-Sentiment hier spricht, da der SSI als Kontra-Indikator angewandt werden sollte, eine Ausdehnung der Gegenbewegung im EUR/USD.
Wichtige Marken (25.06. – 29.06.2012):
Support:
1,1870 | 1,2287 | 1,2430 / 50 Resist: 1,2823 | 1,2748

 

 

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