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79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds
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THEMA: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 31 Mai 2012 06:44 #1152

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Diesen Artikel habe ich eben im Wall Street Jorunal gelesen:

Zoellick drängt zu Euro-Bonds

Weltbankpräsident Robert Zoellick hat Europa zu größeren Anstrengungen zur Beilegung der Schuldenkrise aufgefordert. Dazu könne die Ausgabe von Euro-Bonds gehören, um größere Länder wie Spanien und Italien zu stützen. Deren zuletzt gestiegenen Zinsen haben die Zweifel an ihrer Fähigkeit zum Abbau des Defizits wachsen lassen.

Zoellick forderte im Interview mit dem Wall Street Journal zudem Industrie- wie Schwellenländer zu langfristigen Maßnahmen auf, die über die traditionelle Ausgabenpolitik und Zentralbankprogramme hinausgehen. Damit soll das Wachstum gefördert werden, während sich die Umstände deutlich eingetrübt haben.

Hier könnt ihr den kompletten Artikel lesen: www.finanzen.net/nachricht/aktien/WSJ-Zo...u-Euro-Bonds-1891748

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 31 Mai 2012 15:35 #1167

Das Thema Euro-Bonds wird uns wohl noch länger beschäftigen, wenn Juncker bei seiner bisherigen Haltung bleibt.

Quelle: de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE84T05G20120530

Luxemburg (Reuters) - Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält die Einführung von Euro-Bonds trotz des Widerstands der Bundesregierung weiter für möglich.

Die Möglichkeit, mit Euro-Bonds das Wachstum in Europa anzukurbeln, liege weiter auf dem Tisch, sagte Juncker am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici in Luxemburg. Der Franzose zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, die gemeinschaftlichen Anleihen der Euro-Ländern einführen zu können.

Die Idee von Euro-Bonds beherrscht zurzeit die Debatte über einen Ausweg aus der Schuldenkrise. Mit den gemeinsamen Papieren würden die Zinslasten der Krisenländer wie Spanien und Italien sinken. Deutschland dürfte indes für seine Refinanzierung mehr bezahlen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist strikt gegen die Einführung von Euro-Bonds, solange die Fiskalunion nicht Realität ist. Sie wird dabei etwa von Finnland unterstützt. Frankreich und Italien wollen die Papiere dagegen einführen.

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 01 Jun 2012 06:54 #1171

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Ja wahrscheinlich, aber trotzdem heißt das noch lange nicht, dass Eurobonds tatsächlich kommen. Warum Italien das will, ist ja klar. Es wird sicher noch spannende in den nächsten Monaten.
Letzte Änderung: 04 Jun 2012 06:18 von 4trade.

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 01 Jun 2012 10:44 #1181

Die Euro-Bonds haben auch bekannte und kompetente Befürworter. Unten ist ein Artikel von Welt Online: Quelle www.welt.de/wall-street-journal/article1...fuer-Euro-Bonds.html


Weltbank-Präsident Zoellick für Euro-Bonds

Der scheidende Chef der Weltbank, Robert Zoellick, fordert von Europa mehr Anstrengungen zur Bewältigung der Euro-Krise. Schon jetzt belaste sie die ganze Weltwirtschaft. Von Sudeep Reddy, WSJ.de

Weltbankpräsident Robert Zoellick hat Europa zu größeren Anstrengungen zur Beilegung der Schuldenkrise aufgefordert. Dazu könne die Ausgabe von Euro-Bonds gehören, um größere Länder wie Spanien und Italien zu stützen. Deren zuletzt gestiegenen Zinsen haben die Zweifel an ihrer Fähigkeit zum Abbau des Defizits wachsen lassen.

Zoellick forderte im Interview mit dem Wall Street Journal zudem Industrie- wie Schwellenländer zu langfristigen Maßnahmen auf, die über die traditionelle Ausgabenpolitik und Zentralbankprogramme hinausgehen. Damit soll das Wachstum gefördert werden, während sich die Umstände deutlich eingetrübt haben.

Die Weltwirtschaft werde noch über Jahre unter der anhaltenden Krise in Europa und einer allgemeinen Unsicherheit leiden, sagte Zoellick. "Das Problem ist nicht einfach ein kurzfristiger Abschwung", erklärte er. "Die Erholung wird lange Zeit brauchen, in der wir noch für einige Zeit durch Europa anfällig sein werden."

Auch der Schuldenabbau werde langsamer vorangehen und die Preise von Öl und anderen Rohstoffen schwanken, was die Unsicherheit weiter erhöhe, sagte Zoellick. "Also muss auch die Politik differenziert sein", forderte er, der Ende Juni nach fünfjähriger Amtszeit die Geschäfte an Jim Yong Kim übergibt. Der Republikaner wird immer wieder als möglicher Finanz- oder Außenminister genannt, sollte Mitt Romney im November zum US-Präsident gewählt werden.

"Immer einen Tag zu spät und ein Euro zu wenig"

Nach Ansicht von Zoellick haben die Schwierigkeiten Europas schon weit mehr negative Folgen als nur die Ansteckung der Schwellenländer in der Region. "Frustrierend dabei ist: Europa unternimmt zwar Schritt für Schritt Maßnahmen, um die Kombination der Probleme anzugehen: Bankensektor, Staatsschulden und Wettbewerbsfähigkeit", sagte er. "Aber es ist immer einen Tag zu spät und ein Euro zu wenig."
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Stimmungsbarometer
Krise sorgt für schlechte Laune in der Chefetage

Da die Gefahr eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone immer größer wird, stehen die Politiker Europas unter zunehmendem internationalen Druck, mehr für die Integration zu tun, um die Krise einzudämmen. Viele der diskutierten Möglichkeiten dazu werden aber von Deutschland abgelehnt. Berlin fürchtet, die strauchelnden Länder könnten dann den als nötig erachteten Reformkurs verlassen.

Zoellick zufolge scheint Europa durch die geplanten Infrastrukturprogramme mehr in Richtung Wachstum zu unternehmen. Länder wie Italien oder Spanien bräuchten dennoch Zeit für die groß angelegten Reformen und in dieser Zeit eine Finanzierung, argumentierte er. "Meine Meinung ist, dass die Deutschen recht haben mit ihren Reformforderungen und dass sie auch nicht einfach ihren Kredit weitergeben", sagte Zoellick. Es gebe aber "teilweise Euro-Bonds-Lösungen", die die langfristige Finanzierung sicherten.

Euro-Krise belastet Weltwirtschaft

Auch die direkte Rekapitalisierung der europäischen Banken durch den Euro-Rettungsfonds, wie er gerade diskutiert wird, würde in seinen Augen das stete "Tröpfeln von schlechten Nachrichten und der Unsicherheit" verhindern. "Ich denke, man wird schnell den Punkt erreichen, wo der Souverän, dem die Märkte vertrauen, kein nationaler mehr ist, sondern ein Euro-Souverän sein muss", formulierte Zoellick.

Die Euro-Krise belastet die Wachstumsaussichten der ganzen Welt. Osteuropa, der Nahe Osten und Teile Afriks sind durch ihre Verbindungen in die Euro-Zone betroffen. Auch große Schwellenländer wie China verzeichnen eine Verlangsamung ihres Wachstums. Zoellick rät den Chinesen zu Konjunkturprogrammen, da zuletzt die Inflation zurückgegangen ist. Peking solle dabei aber mehr auf langfristige Investitionen zielen und die Ausgaben sollten von größeren strukturellen Reformen der Volkswirtschaft begleitet sein.

"Es wäre ein Fehler, zu einem Programm wie 2008 zurückzukehren, das aus großer Infrastruktur, Finanzmarktrausch und Kreditausweitung bestand", sagte er. "Ich denke, die chinesischen Behörden wissen das. Also hoffe ich, dass sie eine Mischung finden", fügte er hinzu.

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 04 Jun 2012 06:23 #1190

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Laut diesem Artikel brökelt nun langsam auch der Widerstand in Berlin.


Berlins Widerstand gegen Euro-Bonds bröckelt

Die starre Haltung Berlins in der Eurokrise beginnt zu bröckeln. Von Deutschland gehen immer stärkere Signale aus, dass die Einwände gegen eine Lösung durch gemeinsame Haftung doch nicht so unumstößlich sind, wie sie in den bisherigen Diskussionen vorgebracht wurden. Bedingung für ein Einlenken der Deutschen auf Euro-Bonds oder die gemeinsame Unterstützung europäischer Banken wäre jedoch, dass die anderen Regierungen der Eurozone mehr Macht an Europa abtreten.

Kommt es zu einem der tiefsten Eingriffe seit Einführung der Gemeinschaftswährung, würde das die politische und wirtschaftliche Landschaft Europas fundamental verändern. Bis jetzt hat Deutschland nicht einmal über die Bedingungen für eine gemeinsame Haftung in der Eurozone diskutieren wollen. Bis zu dieser mag es noch ein langer Weg sein, aber Berlin scheint sich jetzt mit den Voraussetzungen dafür auseinandersetzen zu wollen.

Je mehr andere Mitgliedsstaaten sich mit dieser Entwicklung beschäftigen und bereit dafür sind, Souveränitätsrechte für die stärkere Einbeziehung europäischer Institutionen abzugeben, desto mehr werden wir bereit sein, eine aktive Rolle in der Ausarbeitung von Dingen wie etwa einer Bankenunion einzunehmen", sagte ein mit den Überlegungen vertrauter Regierungsbeamter. Man kann das eine nicht ohne das andere haben", erklärte er dem Wall Street Journal.

Hier geht's zum kompletten Artikel: www.finanzen.net/nachricht/aktien/WSJ-Be...ds-broeckelt-1896116
Letzte Änderung: 04 Jun 2012 06:24 von 4trade.

Aw: 79 Prozent der Deutschen gegen Eurobonds 04 Jun 2012 07:30 #1195

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Habe gerade einen sehr direkten Artikel gelesen, der sozusagen die Gegenmeinung darstellt: ibankcoin.com/flyblog/2012/06/03/germanys-third-world-war/

Ok, die Bezeichnung "Weltkrieg" ist etwas übertrieben, aber dafür sind die Deutschen eben bekannt wie man sieht... Auf jeden Fall muss man sehen, wie stark Deutschland von der Krise profitiert, und dass das nicht im Sinne der europäischen Idee sein kann. Merkel und/oder die EZB wird sich bewegen müssen!