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TOPIC: Schlimmes kann man oft nicht vorhersehen!

Schlimmes kann man oft nicht vorhersehen! 06 Nov 2014 06:19 #4102

  • T_Bopp
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Gestern war ein schlechter Tag für das amerikanische Wikifolio. Der Hauptwert, der einen Anteil von über 60 Prozent hatte und anhand einer sehr langfristigen Chartformation noch einige Wochen und Monate im Depot bleiben sollte, musste verkauft werden. Zagg Inc., ein Unternehmen aus Salt Lake City, welches Zubehör für Tabletts und Smartphones produziert und daher eigentlich in einem Wachstumsmarkt tätig ist, hat Quartalszahlen veröffentlicht. Der Umsatz ist zwar gestiegen, die Gewinne jedoch nicht so ganz, aber das schlimmste ist, dass man waren Bestände, die nicht mehr so ganz verkäuflich waren abschreiben musste. Das hat dazu geführt, dass die Aktie mit einem Abwärtsgap von mehr als 30 Prozent nach unten ging.
Von einer Position, die 60 Prozent im plus war, blieben 18 Prozent Gewinn übrig. Nun kann man die Frage stellen, wurde hier ein Fehler gemacht? Hätte man nicht vielleicht die Position teilweise oder komplett schließen müssen? Die Welt ist voll von ehemaligen Apple-Aktienbesitzern, die zu früh rausgegangen sind! Das Chartbild der Aktie zeigt eine von William ONeill bevorzugte Formation - die Tasse mit Henkel. Die Aktie wurde nach einem Buysetup ins Depot genommen und er blieb dort bis zu dem gestrigen etwas Ereignis. Wieso? Das Kursziel lag bei acht Dollar, eine übliche Bewegung eine Aktie, die aus dieser großen Bodenformation ausbricht. Während die Abschreibungen nicht gewesen, hätte wohl das Papier ein Aufwärtsgap ausgebildet und wäre schnurstracks zum Kursziel marschiert. Aber so ist da die Börse: über Nacht kann viel passieren. Der gelbe Bereich markiert die letzte Korrektur, als die Wall Street deutlich abgab. Die Aktie verlor zwar ebenfalls, fing sich jedoch am Aufwärtstrend und daher war hier eigentlich alles im grünen Bereich.
bei so einem Abwärtsgap kann man eigentlich nichts richtig machen. Selbst ein Stopp knapp unter der oberen braunen Linie hätte nur marginal zu einem besseren Ergebnis geführt, aber nicht zum gewünschten, nämlich den größten Teil des Gewinns zu behalten. Im Chart sieht man, dass die Aktie ohne dem Anleger eine Möglichkeit, weiter oben auszusteigen, durch drei Unterstützungenslinien durch geplumst ist.





Selbst wenn man ein sehr guter Analyst ist und die Prognosequalität hoch ist, muss der Markt auch mitspielen. Wie man sieht, war das hier der Fall, leider nur bis gestern.
Das witzige an der ganzen Geschichte ist, dass die Firma ihre Umsatzprognose erhöht hat, die Investoren aufgrund der Abschreibung darauf überhaupt nicht achten. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Aktie noch deutlich weiter abgibt unter die rote Unterstützung.
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