Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
ich hatte in früheren Beiträgen bereits mehrfach über die geplante Einführung der Finanztransaktionssteuer berichtet. Die neuesten Entwicklungen rund um das Thema finden Sie wöchentlich auch in meinem Blog zum Thema der Finanztransaktionssteuer.
Das Projekt ist nicht kommerziell und wird von vielen Tradern bereits unterstützt. Wenn Sie möchten, dann teilen Sie die Inhalte, damit wir Trader eine kräftige Stimme gegen diesen Steuerunfug erhalten!
Steuer soll verschoben werden
Nach aktueller Lesart soll die Finanztransaktionssteuer nicht Anfang 2014 eingeführt werden, sondern eher Richtung Mitte 2014 oder Anfang 2015. Nachdem sich Politiker gegen die Steuer ausgesprochen hatten, kam es zu einem Bruch innerhalb der Regierung. Banken und Verbände hatten Studien gezeigt, wonach die Steuer zu einer horrenden Mehrbelastung führen würde. Allen voran die Landesbanken hätten Mehrkosten in Milliardenhöhe, da die Finanztransaktionssteuer einen Kaskadeneffekt zur Folge hätte.
Wer soll am Ende die Steuer bezahlen?
Ich befürchte, dass am Ende die Steuer auf diejenigen abgewälzt werden wird, die sich am wenigsten wehren können. Banken und Fonds verlagern ihre Geschäfte auf Tochterfirmen im Ausland. Großunternehmen können womöglich von Ausnahmeregelungen wie es beim EEG der Fall ist profitieren. Übrig bleiben kleinere Unternehmen und private Trader die nicht einfach ins Ausland gehen können.
Potentielle Einnahmen werden viel niedriger sein
Nachdem derart viel Aufsehens um die Finanztransaktionssteuer gemacht wurde, muss nun eine Einführung in irgendeiner Variante erfolgen. Die geplanten Steuereinnahmen von zehn Milliarden Euro wurden bereits auf eine Milliarde nach unten korrigiert. Es bleibt spannend, wer am Ende die Steuer bezahlen wird. Banken auf jeden Fall nicht, sondern wir!
Ihr Sebastian Hell
CFD-Experte & Börsenjournalist