|
18. Mai
2012
|
Markt ist angeschlagen – Facebook: Nicht allzu gierigGeschrieben von: flatex |
|
fm® Trading Ideas | 18.05.12
Von wegen Feiertag. Am gestrigen Christi Himmelfahrt haben Aktienmärkte und andere risikobehaftete Assets hohe Verluste hinnehmen müssen. Für den DAX ist es der vierte Verlusttag in Folge gewesen, dagegen schloss der US-Leitindex Dow Jones gestern bereits den elften der vergangenen zwölf Handelstage im Minus ab. Die Negativ-Nachrichten belasten. So sind gestern nach Börsenschluss in den USA 16 spanische Banken von der Ratingagentur Moody´s herabgestuft worden und das Land kann sich derzeit nur noch zu hohen Zinsen Geld am Kapitalmarkt besorgen. Die Situation der griechischen Banken ist sogar schlechter, da zahlreiche Kunden nach den angekündigten Neuwahlen kein Vertrauen in die Politik haben und ihre Konten auflösen.
Hinzu kommt, dass die Hoffnung auf eine konjunkturelle Besserung in den USA einen Dämpfer bekommen hat. Die Frühindikatoren sind schlechter als erwartet ausgefallen und notieren in negativem Territorium. Der Philly-Fed-Index sank sogar auf den niedrigsten Stand seit September 2011. Kein Wunder also, das die Volatilität und damit die Unsicherheit kräftig zunimmt. Der VDAX-New notiert bereits wieder über der 30 Prozentmarke. In Asien setzt sich die negative Stimmung fort und die Aktien fallen fast wie bei einem Crash. Der Nikkei verliert rund drei Prozent. Für eine Überraschung sorgen die Edelmetalle. Sie stiegen gestern seit langer Zeit wieder gegen den allgemeinen Trend am Aktienmarkt und signalisieren eine zunehmende Flucht in Sicherheit, die bereits im jüngsten Anstieg des US-Dollars zum Ausdruck kam. Die Renditen in den USA sind daher auf ein Rekordtief gefallen. Die zehnjährigen Staatsanleihen notieren jetzt bei 1,70 Prozent und sind damit unter das vorherige Allzeittief aus dem September 2011 gesunken.
Facebook im Mittelpunkt
Gespannt sein darf man auf den Handelsverlauf der Facebook-Aktie, die heute ihr Börsendebut in den USA geben wird. Der IPO-Preis liegt bei 38 US-Dollar. Damit wird das Internetunternehmen mit rund 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Damit hat das Unternehmen den obersten IPO-Preis genutzt, aber eben nicht mehr. Ob der Börsengang vor dem Hintergrund der schwierigen Situation neue Impulse geben wird, bleibt abzuwarten. Wann beginnt der Handel. Da heute keine konjunkturellen oder Unternehmensdaten aus den USA anstehen wird dieser Börsengang im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen.
www.flatex-markets.de
Hartmut Schneider
CeFDex Market Research für flatex markets
CeFDex AG
Wertpapierhandelsbank
Frankfurt/ Main



