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22. Dez
2011
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Endlich nochmal gute Nachrichten: Die positiven Konjunkturdaten für Deutschland – der Geschäftsklimaindex ifo ist im Dezember um 0,6 auf 107,2 Punkte gestiegen – haben den DAX vergangenen Dienstag um mehr als drei Prozent nach oben getrieben. Doch was für Deutschland gilt, zählt noch lange nicht für andere europäische Staaten. Damit sind beispielsweise die üblichen Verdächtigen wie Griechenland, Italien, Spanien oder auch Portugal gemeint. Die von der Euro-Schuldenkrise am stärksten betroffenen Länder werden im kommenden Jahr wohl nur schwerlich ein positives Wirtschaftswachstum erzielen. „Derzeit ist es tatsächlich so, dass es der deutschen Wirtschaft noch ganz gut geht – aber dem Großteil der restlichen Euro-Zone nicht“, sagt Torsten Gellert, Managing Director FXCM Deutschland.
In dieses Bild passt auch der momentan schwächelnde Euro, der aktuell bei 1,31 US-Dollar steht. „Dies stärkt die Exportwirtschaft, die in Deutschland bekanntlich sehr ausgeprägt ist“, so Gellert. Dabei gilt: Eine schwache Währung begünstigt den Export, da die Waren aus dem Euro-Raum günstiger für Länder außerhalb der Euro-Zone geworden sind. Klassische Exportbranchen wie der Automobil- und Maschinenbau können aus der Eurokrise Kapital schlagen. „Wenn jedoch die unterschiedliche Produktivität in Ländern des gemeinsamen Währungsraumes zu Verwerfungen führt, die sich nicht mehr in einem veränderten Wechselkurs widerspiegeln können, drohen auch die Wachstumsraten auseinander zu driften “, verweist Marktexperte Gellert auf einen Nachteil der europäischen Gemeinschaftswährung.
Wie geht es nun mit den Märkten weiter? Gellert erwartet beim DAX zunächst eine Seitwärtsbewegung. „Ich gehe davon aus, dass die Zentralbanken weiter genügend Liquidität bereitstellen werden, falls die Märkte erneut abtauchen. Nach oben ist die Luft aber auch sehr dünn – im Zuge der reduzierten weltweiten Wachstumsaussichten für 2012“, so Gellert. Der Euro befindet sich am unteren Ende der Range zwischen 1,30 und 1,40 Dollar, die der FXCM-Währungsexperte bereits vor einigen Monaten für die Gemeinschaftswährung prognostiziert hatte. „In den vergangenen Tagen hat sich gezeigt, dass der Euro gegenüber dem Dollar bei der 1,30-Marke nach unten auf Widerstand gestoßen ist – und es würde mich wundern, wenn wir das Tief von 1,18 aus dem Mai 2010 kurzfristig sehen würden“, so Gellert.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Forex Capital Markets (FXCM)



