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04. Mai
2012
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Entgegen der Erwartungen vieler Analysten hat First Solar im Auftaktquartal erneut Verluste geschrieben. Der Solarmodulbauer verbuchte in den ersten drei Monaten einen Fehlbetrag von 449 Millionen Dollar. Das gab First Solar am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt.
Der größte Solarmodulbauer rechtfertigte das schlechte Zahlenwerk mit dem Preisverfall für Solarmodule. Branchen-Experten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn gerechnet.
Im ersten Quartal des Vorjahres wurde noch ein Überschuss von knapp 116 Millionen Dollar erzielt. Die Umsatzerlöse brachen um zwölf Prozent auf 497 Millionen Dollar ein. Trotz des negativen Jahresauftaktes hob First Solar seine Jahresprognose an. Nach einer Schätzung von ursprünglich zwischen 3,75 und 4,25 Dollar Gewinn je Aktie wird nun eine Spanne zwischen 4,00 und 4,50 Dollar angepeilt. Als Grund hierfür wurden gesunkene Produktionskosten angeführt.
Im März kündigte die Gesellschaft mit Sitz in Tempe, Arizona, an, aufgrund der Solarsubventions-Kürzungen weltweit 2000 Stellen abzubauen. Dies betrifft insbesondere Deutschland, wo am Standort Frankfurt/Oder 1200 Arbeitsplätze wegfallen. Für die allgemeine Branchen-Krise sehen die Grünen die Bundesregierung in der Verantwortung:
"Die Bundesregierung, allen voran Rösler und Röttgen, fahren die deutsche Solarwirtschaft an die Wand", stellt Hans-Josef Fell (MdB), Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen fest. "Ihre verfehlte Solar-Gesetzesnovelle und die fehlende Industriepolitik produzieren unentwegt Insolvenzen, Fabrikschließungen und Arbeitsplatzverluste." Fell unterstreicht dabei, dass die ostdeutschen Länder besonders betroffen seien.
Unten ist der Wochen-Chart von First Solar abgebildet. Wie am eingezeichneten Abwärtstrend-Kanal zu erkennen ist, schwenkte der Aktienkurs im Frühling 2011 in den Abwärtstrend ein. Etwa ein Jahr später – im März 2012 – wurde dabei sogar das Kursniveau von Ende 2006 bei rund 20 Euro unterschritten. Aktuell steht der Kurs nur noch bei 13,40 Euro. Da der Abwärtstrend weiter intakt ist und sich noch keinerlei Bodenbildung abzeichnet, sollten Privatanleger hier unbedingt auf eine Turnaround-Spekulation verzichten. Bei diesem Titel sind noch deutlich niedrigere Notierungen zu erwarten.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Florian Walther



