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16. Jan
2012

Der Stopp-Loss - Freund oder Feind des Traders?

Geschrieben von: johannataube

Getagged in: Psychologie , Basics

johannataube

Heute widme ich mich dem Thema Stopp Loss (SL). Es stellt sich die Frage, ob der SL Freund oder Feind des Traders ist. Das große Problem ist, dass man den SL nie als gut ansieht, was menschlich ist.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Die Windschutzscheibe eines Arbeitskollegen war neulich kaputt und er musste 150 € Selbstbeteiligung zahlen (SL beim Traden). Natürlich hat er sich nicht hingestellt und gesagt: O.k., nur 150 statt 1000 €. Nein, er hat gemeckert und sich überlegt, wie man auch da noch drumherumkommen könnte...
Das Gleiche denken viele Trader beim SL: Er begrenzt nicht etwa unsere Verluste, sondern knappst uns Geld ab. Doch wenn man es schaffen würde, den SL endlich als Freund anzusehen, wäre vieles leichter.
Ziehe ich den SL nach und der Trend geht weiter, ist er mein Freund. Kehrt der Trend um und der nachgezogene SL wird ausgelöst, ist er blöd, weil ich 5 Pips verschenkt habe. Wie viel Pips er mir jedoch schon geschenkt hat, ganz zu schweigen vom Begrenzen der Verluste, habe ich verdrängt.

Ich denke, kein Trader möchte, dass der Stopp Loss ausgelöst wird. Denn das bedeutet:

•    im schlimmsten Fall Verlust
•    auf jeden Fall das Ende des Trades
•    vielleicht ein Ende, bevor das gewünschte Ziel erreicht wird
•    das Zurücklaufen der Kurse, das heißt das Schmelzen des Buchgewinns
•    also negative Emotionen

Ein Auslösen des (nachgezogenen) Stopp Loss kann aber auch bedeuten:

•    Sicherung des Gewinns
•    niedriger oder kein Verlust im Trade
•    Kapitalerhalt •    Ende des Trends und damit sinnvolles Ende des Trades
•    also positive Emotionen

Es gilt also, die Setzung des Stopp Loss zu optimieren. Dazu muss jeder Trader seine eigenen Optimierungskriterien definieren und einhalten. Ich denke, dass diese Kriterien sich im Laufe des Trades verändern. Die folgende Tabelle illustriert die Kriterien unter der Voraussetzung, dass der Trader 1. einen Trend handelt, 2. den Trade managen kann und 3. kein festes Take Profit hat:

Das Ziel muss es sein, IMMER SYSTEM - IMMER NACHVOLLZIEHBAR -IMMER EMOTIONSLOS zu traden.

Welche Stopp-Loss-Strategien gefahren werden sollten, wenn man den Trade nicht managen kann, weil man berufstätig ist oder wenn man mit festen Take Profits arbeitet oder in einem Kanal tradet, werde ich in weiteren Blogs behandeln.


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